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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Prednisolon
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Prednisolon zählt zu den wichtigsten entzündungshemmenden Wirkstoffen in der modernen Medizin. Es wird zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen, wie Asthma, rheumatischen Beschwerden oder schweren Allergien eingesetzt. Sie finden Prednisolon in bekannten Präparaten wie INFECTOCORTIKRUPP® Zäpfchen oder Predni-POS® Augentropfen. Besonders wichtig ist es, die möglichen Nebenwirkungen von Prednisolon zu kennen und mit Ihrem Arzt zu besprechen.

Anwendung: Zur Behandlung des Kruppsyndroms, der akuten obstruktiven Bronchitis und von allergischen Reaktionen vom Soforttyp; außerdem bei asthmatischen Beschwerden in Kombination mit bronchienerweiternden Medikamenten, wenn andere Darreichungsformen nicht möglich sind
Darreichung: Zäpfchen
Rezept: Ja
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Infektionen können schwerer verlaufen oder nicht direkt erkannt werden.
  • Blutbild kann sich verändern (z.B. mehr oder weniger weiße Blutzellen).
  • Das Immunsystem wird geschwächt, Allergien oder starke Überreaktionen können auftreten.
  • Typische Zeichen wie Vollmondgesicht und Gewichtszunahme (Cushing-Syndrom).
  • Höhere Blutzuckerwerte und vermehrter Appetit.
  • Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme oder depressive Verstimmungen.
  • Linsentrübung oder erhöhter Augendruck möglich, auch Sehstörungen.
  • Blutdruck kann steigen, Risiko für Gefäßerkrankungen nimmt zu.
  • Magen-Darm-Beschwerden, Geschwüre und Blutungen können auftreten.
  • Haut wird dünner, es können Dehnungsstreifen oder Akne entstehen.
  • Muskeln und Knochen werden schwächer; Kinder können im Wachstum gehemmt werden.
  • Wundheilung ist verlangsamt.
  • Hormonstörungen, Störungen bei der Regelblutung oder Impotenz.
  • Kaliumspiegel kann sinken.
  • Veränderungen beim Wasserlassen, vor allem bei bestimmten Vorerkrankungen.
  • Das Risiko für psychische Erkrankungen oder Selbstmordgedanken ist leicht erhöht.

Was ist Prednisolon?

Prednisolon ist ein Wirkstoff, der zu den Kortison-Präparaten gehört. Er hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und das Immunsystem zu beeinflussen. Prednisolon wird bei vielen chronischen und akuten Erkrankungen eingesetzt, etwa bei Rheuma, Asthma, Allergien oder Hautkrankheiten. Ihr Arzt entscheidet, ob und wie Prednisolon für Sie sinnvoll ist.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Prednisolon darf nicht eingenommen werden, wenn Sie dagegen allergisch sind. Besonders aufmerksam müssen Sie sein, falls Sie infektanfällig sind, an Diabetes, Bluthochdruck, bestimmten Augen- oder Knochenerkrankungen leiden. Prednisolon kann mit anderen Arzneimitteln oder Impfungen wechselwirken. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Während Schwangerschaft oder Stillzeit ist besondere Vorsicht geboten – besprechen Sie die Anwendung immer mit Ihrem Arzt.

Wie ist Prednisolon einzunehmen?

Nehmen Sie Prednisolon immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Die Tabletten werden mit ausreichend Flüssigkeit, möglichst während oder nach dem Essen, geschluckt. Die Dosis richtet sich nach Ihrer Erkrankung und wird meist morgens in einer Dosis eingenommen. Setzen Sie das Medikament niemals eigenmächtig ab und holen Sie bei Fragen immer ärztlichen Rat ein.

Wie ist Prednisolon aufzubewahren?

Bewahren Sie Prednisolon so auf, dass Kinder keinen Zugriff haben. Nutzen Sie das Medikament nicht mehr nach dem aufgedruckten Verfallsdatum. Entsorgen Sie nicht benötigte Tabletten umweltgerecht – am besten über die Apotheke, nicht im Hausmüll oder Abwasser.

Wichtige Wechselwirkungen

Prednisolonacetat kann mit einigen anderen Arzneimitteln wechselwirken. Bestimmte Mittel gegen HIV wie Ritonavir oder Cobicistat können die Wirkung verstärken. Auch Arzneimittel gegen Krampfanfälle wie Barbiturate, Phenytoin und Primidon sowie Rifampicin können die Wirkung abschwächen. Bei blutzuckersenkenden Arzneimitteln, Blutgerinnungshemmern, Entzündungshemmern wie Salicylaten oder Indometacin, Herzglykosiden, harntreibenden und abführenden Mitteln sowie einigen Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone sind ebenfalls Wechselwirkungen beschrieben.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei schwerer Atemnot sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Wenn verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Treten Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Hautausschlag auf, sollen Sie Prednisolonacetat nicht weiter anwenden und möglichst umgehend ärztliche Hilfe suchen. Auch bei anderen Nebenwirkungen sollten Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker wenden.

Steckbrief: Prednisolon

Wirkstoffgruppe
Kortison-Präparat
Anwendungsgebiet
Zur Behandlung des Kruppsyndroms, der akuten obstruktiven Bronchitis und von allergischen Reaktionen vom Soforttyp; außerdem bei asthmatischen Beschwerden in Kombination mit bronchienerweiternden Medikamenten, wenn andere Darreichungsformen nicht möglich sind
Darreichungsform
Zäpfchen
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Brennen und Juckreiz in der Analregion

Häufige Fragen

Wofür wird Prednisolonacetat angewendet?

Prednisolonacetat wird hier zur Behandlung des Kruppsyndroms, der akuten obstruktiven Bronchitis und von allergischen Reaktionen vom Soforttyp eingesetzt. Bei asthmatischen Beschwerden kann es in Kombination mit bronchienerweiternden Medikamenten verwendet werden, wenn andere Darreichungsformen nicht möglich sind.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann darf Prednisolonacetat nicht angewendet werden?

Prednisolonacetat darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen Prednisolonacetat oder einen der sonstigen Bestandteile sind.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen sind bei Prednisolonacetat bekannt?

Als häufigste genannte Nebenwirkung ist Brennen und Juckreiz in der Analregion beschrieben. Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag auftreten. Außerdem sind unter anderem verschwommenes Sehen, Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm-Blutungen und psychische Veränderungen als mögliche Nebenwirkungen genannt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Arzneimittel können die Wirkung von Prednisolonacetat beeinflussen?

Die Wirkung kann durch Arzneimittel gegen Krampfanfälle wie Barbiturate, Phenytoin und Primidon sowie durch Rifampicin vermindert werden. Verstärkt werden kann die Wirkung unter anderem durch bestimmte weibliche Geschlechtshormone zur Schwangerschaftsverhütung und durch einige Arzneimittel gegen HIV wie Ritonavir oder Cobicistat.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was soll ich tun, wenn ich verschwommen sehe?

Wenn verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, sollen Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Ist Prednisolonacetat für eine Daueranwendung geeignet?

Nein. Aufgrund der hohen Dosis ist Prednisolonacetat für eine Daueranwendung nicht geeignet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was ist in den Zäpfchen enthalten?

Der Wirkstoff ist Prednisolonacetat. Ein Zäpfchen enthält 100 mg Prednisolonacetat.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.