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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff ist ein moderner Impfstoff zum Schutz vor bakteriellen Infektionen wie Lungenentzündung und Hirnhautentzündung. Besonders Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene profitieren von dieser Impfung, da sie schwere Erkrankungen durch Pneumokokken verhindert. Der Impfstoff wird in bekannten Präparaten wie Prevenar 13 Injektionssuspension von PFIZER PHARMA GmbH eingesetzt. Informieren Sie sich hier über die Nebenwirkungen von Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff und wichtige Hinweise zur sicheren Anwendung.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Weniger Appetit.
  • Fieber.
  • Reizbarkeit.
  • Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Verhärtung an der Einstichstelle.
  • Schläfrigkeit oder unruhiger Schlaf.
  • Starke Schmerzen oder Einschränkungen des Arms (bei Erwachsenen).
  • Kälteschauer und Müdigkeit.
  • Durchfall und Erbrechen.

Häufig

  • Erbrechen (insbesondere bei Erwachsenen ab 50 Jahren).
  • Durchfall.
  • Kopfschmerzen.
  • Fieber über 39°C.
  • Berührungsempfindlichkeit an der Einstichstelle, die die Bewegung stört.
  • Ausschlag und Nesselsucht.
  • Rötung, Schwellung oder Verhärtung an der Einstichstelle nach Grundimmunisierung.

Gelegentlich

  • Krämpfe oder Krampfanfälle (auch durch Fieber).
  • Nesselsucht oder juckender Hautausschlag.
  • Sehr große Rötung, Schwellung oder Verhärtung an der Einstichstelle (größer als 7 cm).
  • Längeres Weinen.
  • Übelkeit.
  • Vergrößerte Lymphknoten in der Nähe der Einstichstelle.

Selten

  • Plötzlicher Kreislaufzusammenbruch oder schockähnlicher Zustand.
  • Schwere allergische Reaktionen, etwa Schwellungen im Gesicht oder Atemnot.

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Schwere allergische Reaktionen mit Schock (Herz-Kreislauf-Kollaps).
  • Angioödem (starke Schwellung von Lippen, Gesicht oder Hals).
  • Juckende Haut, Hautrötung oder Hautentzündung.
  • Ausschlag mit juckenden roten Flecken (Erythema multiforme).

Was ist Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff?

Der Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff schützt Kinder ab sechs Wochen, Jugendliche und Erwachsene zuverlässig vor schweren Krankheiten wie Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Blutvergiftung und Mittelohrentzündung, die von Pneumokokken verursacht werden. Ihr Körper wird durch den Impfstoff dazu angeregt, selbst Abwehrstoffe (Antikörper) gegen diese Bakterien zu bilden. Der Impfstoff deckt 13 besonders gefährliche Pneumokokken-Typen ab. Er ersetzt ältere Impfstoffe, die nur einen Teil dieser Typen abdeckten.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, die Impfung nicht bei Fieber über 38 °C oder bekannter Allergie auf Inhaltsstoffe zu erhalten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihr Kind Immunprobleme oder Blutgerinnungsstörungen haben. Bei sehr kleinen Frühgeborenen können nach der Impfung Atempausen auftreten. Wechselwirkungen können mit anderen Impfstoffen oder Medikamenten vorkommen – sprechen Sie hierzu immer mit Ihrem Arzt.

Wie ist Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff einzunehmen?

Die Impfung wird als Spritze von einem Arzt oder einer Ärztin verabreicht. Die Anzahl der notwendigen Impfdosen hängt vom Alter und möglichen Vorerkrankungen ab. Für Säuglinge sind meist mehrere Injektionen im ersten Lebensjahr plus eine Auffrischung vorgesehen, für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene reicht oft eine einzelne Dosis. Halten Sie alle Impftermine ein und fragen Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt.

Wie ist Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff aufzubewahren?

Lagern Sie den Impfstoff immer im Kühlschrank zwischen 2 und 8 °C und nie im Gefrierfach. Bewahren Sie das Arzneimittel sicher und für Kinder unzugänglich auf. Nutzen Sie es nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Sie nicht gebraucht gewordenen Impfstoff umweltgerecht entsorgen.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.