Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Paracetamol
Nebenwirkungen
Paracetamol ist eines der bekanntesten Schmerz- und Fiebermittel in Deutschland. Es lindert Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und senkt Fieber. Sie finden Paracetamol in vielen bekannten Präparaten wie Paracetamol 500-1A Pharma oder Paracetamol 500mg HEXAL bei Fieber und Schmerzen. Informieren Sie sich hier über die richtige Anwendung und über mögliche Nebenwirkungen von Paracetamol.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Selten
- Leichter Anstieg bestimmter Leberwerte.
- Hautausschlag oder Rötung.
- Juckreiz oder Quaddeln (Nesselsucht).
Sehr selten
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht bis hin zum allergischen Schock (Notfall).
- Blutbildveränderungen: Mangel an Blutplättchen (verstärkte Blutungsneigung), weißem Blut (weniger Abwehrzellen) und roten Blutkörperchen (Anzeichen einer Blutarmut).
- Angeschwollenes Gesicht oder Schwellung von Lippen und Zunge (Angioödem).
- Engegefühl oder Atemnot durch Verengung der Atemwege (besonders bei empfindlichen Personen).
- Schwere Hautreaktionen wie Blasenbildung, Abschälen der Haut oder großflächigem Hautausschlag.
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Sehr selten: Zu viel Säure im Blut (metabolische Azidose) bei schweren Erkrankungen und Paracetamoleinnahme.
Was ist Paracetamol?
Paracetamol ist ein bewährtes Mittel zur Linderung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopf-, Zahn- oder Regelschmerzen und zur Senkung von Fieber. Es hilft, Beschwerden wie Unwohlsein und erhöhte Temperatur zu behandeln. Paracetamol ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für Kinder als auch Erwachsene.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Paracetamol nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme, chronischen Alkoholismus oder andere schwere Krankheiten haben. Vermeiden Sie es, Paracetamol gleichzeitig mit anderen Mitteln, die ebenfalls Paracetamol enthalten, einzunehmen, da sonst die Gefahr einer Überdosierung besteht. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Paracetamol nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
Wie ist Paracetamol einzunehmen?
Nehmen Sie Paracetamol immer genau nach Anweisung Ihres Arztes oder wie in der Packungsbeilage beschrieben ein. Die Dosis richtet sich nach Ihrem Alter und Körpergewicht. In der Regel liegen die Abstände zwischen den Einnahmen bei mindestens 6 Stunden. Für Kinder gibt es spezielle Dosierungen. Halten die Beschwerden länger als drei Tage an, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Überschreiten Sie niemals die empfohlene Tageshöchstdosis. Im Falle einer Überdosierung holen Sie schnell medizinische Hilfe.
Wie ist Paracetamol aufzubewahren?
Bewahren Sie Paracetamol immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Verwenden Sie das Medikament nicht mehr nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum. Lagern Sie es in der Originalverpackung, um es vor Licht zu schützen. Entsorgen Sie nicht benötigte Tabletten fachgerecht, zum Beispiel über die Apotheke, und werfen Sie sie nicht in die Toilette oder den Ausguss.
Wichtige Wechselwirkungen
Paracetamol kann mit Probenecid, Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin und Isoniazid wechselwirken. Auch andere Arzneimittel, die die Leber schädigen können, sind problematisch, weil zusammen mit Paracetamol Leberschäden auftreten können. Wenn Sie zusätzlich Flucloxacillin einnehmen, wurde in bestimmten Risikosituationen über eine schwere Stoffwechselstörung mit Übersäuerung des Blutes berichtet. Sagen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker auch Bescheid, wenn Sie andere Mittel einnehmen, die Paracetamol enthalten, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern, nach 3 Tagen keine Besserung eintritt oder Sie hohes Fieber haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bei einer einmaligen Einnahme der Tagesgesamtdosis kann es zu schweren Leberschäden kommen; dann ist unverzüglich medizinische Hilfe nötig. Auch bei Zeichen einer allergischen Schockreaktion, etwa nach Hautausschlag oder Nesselausschlag, muss sofort ein Arzt gerufen werden. Bei starken Atembeschwerden mit tiefer, schneller Atmung, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen sollte ebenfalls ärztliche Hilfe gesucht werden.
Steckbrief: Paracetamol
- Wirkstoffgruppe
- Analgetikum und Antipyretikum
- Anwendungsgebiet
- Symptomatische Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und/oder Fieber
- Darreichungsform
- Tabletten
- Rezeptpflicht
- Nein
- Häufigste Nebenwirkung
- Nicht klar belegbar; in der Fachinformation werden als häufigste genannte Nebenwirkungen seltene Hautreaktionen und sehr seltene allergische Reaktionen beschrieben
Häufige Fragen
Wofür wird Paracetamol angewendet?
Paracetamol wird zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Regelschmerzen sowie bei Fieber angewendet.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann darf ich Paracetamol nicht einnehmen?
Paracetamol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Warnhinweise gibt es vor der Einnahme?
Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie chronisch alkoholkrank sind, eine Leberfunktionsstörung oder vorgeschädigte Niere haben, an schweren Krankheiten leiden oder unter Mangelernährung, Dehydratation, höherem Lebensalter oder einem Körpergewicht unter 50 kg. Auch bei bestimmten Blutkrankheiten oder einem Mangel an Glutathion ist Vorsicht geboten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Arzneimittel können mit Paracetamol wechselwirken?
Wechselwirkungen sind möglich mit Probenecid, Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin und Isoniazid. Auch andere möglicherweise die Leber schädigende Arzneimittel können problematisch sein.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Was soll ich tun, wenn ich versehentlich zu viel Paracetamol eingenommen habe?
Die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis kann zu schweren Leberschäden führen. In diesem Fall sollte unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Selten wurden ein leichter Anstieg bestimmter Leberenzyme sowie Hautausschlag, Juckreiz, Erythem und Urtikaria berichtet. Sehr selten kann es zu Blutbildveränderungen, allergischen Reaktionen bis hin zur Schockreaktion, Angioödem, Verengung der Atemwege und schweren Hautreaktionen kommen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann soll ich wegen der Beschwerden einen Arzt aufsuchen?
Wenn sich die Symptome verschlimmern, nach 3 Tagen keine Besserung eintritt oder hohes Fieber vorliegt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 17. April 2026
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.