Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Oseltamivir
Nebenwirkungen
Oseltamivir ist ein antiviraler Wirkstoff, der bei der Behandlung und Vorbeugung der Virusgrippe (Influenza) zum Einsatz kommt. Besonders bekannt ist Oseltamivir aus Präparaten wie Tamiflu® 30 mg Hartkapseln und Tamiflu® 6 mg/ml Suspension. Es kann Beschwerden wie Fieber, Husten und Gliederschmerzen lindern, indem es die Vermehrung des Grippevirus hemmt. Wie bei allen Medikamenten gilt: Nebenwirkungen von Oseltamivir sind möglich und sollten beachtet werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Husten
- Verstopfte Nase
- Erbrechen
Häufig
- Bronchitis (Entzündung der Atemwege)
- Fieberblasen (Herpes an den Lippen)
- Husten
- Schwindelgefühl
- Fieber
- Allgemeine Schmerzen und Gliederschmerzen
- Laufende Nase
- Schlafprobleme
- Halsschmerzen
- Bauchschmerzen
- Müdigkeit
- Völlegefühl oder Magenbeschwerden
- Ohrenschmerzen
- Bindehautentzündung (gerötete Augen, Augenschmerzen)
Gelegentlich
- Allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Juckreiz)
- Änderung des Bewusstseins (z. B. Benommenheit, Verwirrtheit)
- Krampfanfälle
- Herzrhythmusstörungen
- Leberprobleme
- Hautentzündungen oder Ausschlag
- Probleme mit dem Trommelfell
Selten
- Sehr starke allergische Reaktionen (Schwellungen, Atemnot)
- Leberentzündung
- Schwere Hautreaktionen (Hautausschlag, Blasen)
- Länger andauernde Blutungen im Verdauungstrakt
- Niedrige Blutplättchenanzahl (leichtere Blutungen, blaue Flecken)
- Sehstörungen
- Krampfanfälle, starke Unruhe, Halluzinationen (vor allem bei Kindern)
Was ist Oseltamivir?
Oseltamivir ist ein Medikament zur Behandlung und Vorbeugung der echten Grippe (Influenza) bei Erwachsenen, Kindern und sogar Säuglingen. Es hilft, die Symptome zu lindern und kann vorbeugend wirken, wenn ein erhöhtes Risiko besteht. Der Wirkstoff stoppt die Vermehrung des Grippevirus im Körper. Wichtig: Oseltamivir ist kein Ersatz für eine Grippeschutzimpfung.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Nehmen Sie Oseltamivir nicht ein, wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder andere Inhaltsstoffe sind. Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme, wenn Sie unter Allergien, Nierenproblemen oder schweren Krankheiten leiden. Besondere Vorsicht ist bei Verhaltensauffälligkeiten, vor allem bei Kindern, geboten – suchen Sie dann einen Arzt auf. Schwangere, Stillende und Personen mit Zuckerunverträglichkeit sollten vorab Rücksprache mit dem Arzt halten.
Wie ist Oseltamivir einzunehmen?
Nehmen Sie Oseltamivir immer genau nach ärztlicher Anweisung ein. Die Dosierung richtet sich nach Alter, Gewicht und Grund der Anwendung (Behandlung oder Vorbeugung). Im Regelfall startet die Einnahme so bald wie möglich nach Beginn der Grippesymptome. Führen Sie die Behandlung wie verordnet zu Ende und fragen Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt oder Apotheker.
Wie ist Oseltamivir aufzubewahren?
Bewahren Sie Oseltamivir für Kinder unzugänglich auf. Lagern Sie das Pulver bei maximal 30 °C, die zubereitete Suspension nicht über 25 °C und maximal 10 Tage. Nutzen Sie das Medikament nicht nach Ablauf des angegebenen Verfalldatums. Entsorgen Sie Oseltamivir umweltschonend, zum Beispiel über die Apotheke.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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