Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Omeprazol
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Omeprazol ist einer der bekanntesten Wirkstoffe zur Behandlung übermäßiger Magensäureproduktion. Es wird oft bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Reflux eingesetzt und ist in verschiedenen Präparaten wie OMEP Kapseln oder Infusionslösungen verfügbar. Omeprazol reduziert die Magensäure effektiv und unterstützt die Heilung der Magenschleimhaut. Dabei sollten Sie immer ein Auge auf mögliche Nebenwirkungen von Omeprazol haben.

Anwendung: Behandlung von gastroösophagealer Refluxkrankheit, Geschwüren im Zwölffingerdarm oder Magen, mit Helicobacter pylori infizierten Geschwüren, durch NSAR verursachten Geschwüren sowie des Zollinger-Ellison-Syndroms; bei Kindern und Jugendlichen außerdem bei GERD und Helicobacter-pylori-bedingten Geschwüren
Darreichung: magensaftresistente Hartkapsel
Rezept: Ja
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufig

  • Kopfschmerzen
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Gutartige Magenpolypen

Gelegentlich

  • Schwellung an Füßen und Knöcheln
  • Schlafstörungen
  • Schwindel, Kribbeln, Müdigkeit
  • Drehschwindel
  • Veränderte Leberwerte bei Bluttests
  • Hautausschlag, Nesselsucht und Juckreiz
  • Allgemeines Unwohlsein, Antriebslosigkeit
  • Knochenbrüche (an Hüfte, Handgelenk oder Wirbelsäule)

Selten

  • Blutbildveränderungen (z.B. weniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen, was zu Schwäche, blauen Flecken oder Infektanfälligkeit führen kann)
  • Starke allergische Reaktion (z.B. Schwellung an Lippen, Zunge und Rachen, Atemnot, Fieber)
  • Niedriger Natriumgehalt im Blut (mögliche Symptome: Schwäche, Übelkeit, Krämpfe)
  • Gefühle von Aufregung, Verwirrtheit oder Traurigkeit
  • Veränderter Geschmack
  • Sehstörungen, etwa verschwommenes Sehen
  • Atemnot oder plötzlicher Husten
  • Trockener Mund
  • Entzündung oder Pilzbefall im Mund oder Darm
  • Leberprobleme, z.B. Gelbsucht
  • Haarausfall
  • Hautausschlag nach Sonnenkontakt
  • Gelenkschmerzen oder Muskelschmerzen
  • Schwere Nierenprobleme
  • Starkes Schwitzen
  • Großflächiger Hautausschlag mit Fieber (DRESS-Syndrom oder pustulöses Exanthem)
  • Gelbe Haut, dunkler Urin und Müdigkeit als Zeichen für Leberprobleme

Sehr selten

  • Schwere Veränderungen des Blutbilds (z.B. Mangel an weißen Blutkörperchen)
  • Aggressives Verhalten
  • Halluzinationen
  • Sehr schwere Leberprobleme bis hin zum Leberversagen
  • Schwere Hautreaktionen mit Hautablösung, Blasen oder Fieber
  • Muskelschwäche
  • Vergrößerung der Brust bei Männern

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Darmentzündung (kann zu Durchfall führen)
  • Niedriger Magnesiumspiegel im Blut, mögliche Symptome: Erschöpfung, Muskelzuckungen, Verwirrung, Krämpfe, Schwindel, Herzrasen
  • Absenkung von Kalium- und Kalziumwerten durch Magnesiummangel
  • Ausschlag eventuell mit Gelenkschmerzen

Was ist Omeprazol?

Omeprazol gehört zu den sogenannten Protonenpumpenhemmern. Es verringert die Menge an Magensäure, die in Ihrem Magen gebildet wird. Das Arzneimittel wird meist bei Magenbeschwerden eingesetzt und kann als Tablette oder Infusion angewendet werden.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Omeprazol nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch auf diesen Wirkstoff oder andere Protonenpumpenhemmer reagieren oder spezielle Medikamente wie Nelfinavir einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Krankheiten oder regelmäßig Medikamente einnehmen. Bei ungewöhnlichen Beschwerden wie unerklärlichem Gewichtsverlust, starken Bauchschmerzen oder blutigem Stuhl sollten Sie sofort ärztlichen Rat suchen. Omeprazol kann selten schwerwiegende Haut- oder Leberreaktionen verursachen, sprechen Sie daher bei ungewöhnlichen Symptomen immer mit Ihrem Arzt.

Wie ist Omeprazol einzunehmen?

Omeprazol wird Ihnen je nach Bedarf als Tablette, Kapsel oder Infusion verabreicht. Ihr Arzt entscheidet über die Dosis und Anwendungsdauer. Wichtig für Sie ist, die Empfehlungen Ihres Arztes genau zu befolgen. Geben Sie das Medikament ohne ärztliche Rücksprache nicht an Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren weiter.

Wie ist Omeprazol aufzubewahren?

Bewahren Sie Omeprazol außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie das Medikament nicht über 25°C und schützen Sie es vor Licht. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht über den Hausmüll oder das Abwasser, sondern fragen Sie in der Apotheke nach der richtigen Entsorgung.

Wichtige Wechselwirkungen

Omeprazol darf nicht zusammen mit Nelfinavir eingenommen werden. Außerdem darf Omeprazol nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen andere Protonenpumpenhemmer sind, zum Beispiel Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol oder Esomeprazol. Wenn bei Ihnen ein Bluttest auf Chromogranin A geplant ist, sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen. Auch bei früheren Hautreaktionen auf ein ähnliches säurehemmendes Arzneimittel ist Vorsicht geboten.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie einen Hautausschlag bekommen, vor allem an sonnenexponierten Stellen, oder wenn sich der Ausschlag mit Gelenkschmerzen verbindet. Ebenfalls sofort ärztlich abklären lassen sollten Sie Anzeichen einer schweren Hautreaktion wie Blasenbildung, Ablösen der Haut, Schwellungen, Fieber oder Schleimhautblutungen. Melden Sie sich auch sofort, wenn Sie weniger Urin bemerken, Blut im Urin haben oder Fieber, Hautausschlag und Gelenksteife auftreten. Bei unerklärlichem Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden, Erbrechen von Blut, schwarzem Stuhl, schwerem oder anhaltendem Durchfall oder schweren Leberproblemen sollten Sie ebenfalls umgehend ärztlichen Rat einholen.

Steckbrief: Omeprazol

Wirkstoffgruppe
Protonenpumpenhemmer
Anwendungsgebiet
Behandlung von gastroösophagealer Refluxkrankheit, Geschwüren im Zwölffingerdarm oder Magen, mit Helicobacter pylori infizierten Geschwüren, durch NSAR verursachten Geschwüren sowie des Zollinger-Ellison-Syndroms; bei Kindern und Jugendlichen außerdem bei GERD und Helicobacter-pylori-bedingten Geschwüren
Darreichungsform
magensaftresistente Hartkapsel
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Kopfschmerzen

Häufige Fragen

Was ist Omeprazol?

Omeprazol gehört zu den Protonenpumpenhemmern. Es verringert die Säuremenge, die Ihr Magen produziert.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wofür wird Omeprazol angewendet?

Bei Erwachsenen wird Omeprazol unter anderem bei Refluxkrankheit, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Helicobacter-pylori-bedingten Geschwüren, durch NSAR verursachten Geschwüren und beim Zollinger-Ellison-Syndrom eingesetzt. Bei Kindern und Jugendlichen wird es bei GERD und bei Helicobacter-pylori-bedingten Geschwüren verwendet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wer darf Omeprazol nicht einnehmen?

Omeprazol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie gegen Omeprazol oder einen sonstigen Bestandteil allergisch sind, wenn Sie gegen andere Protonenpumpenhemmer allergisch sind oder wenn Sie Nelfinavir einnehmen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche schweren Nebenwirkungen können auftreten?

Selten oder sehr selten können schwere allergische Reaktionen, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, DRESS-Syndrom, AGEP und Leberprobleme auftreten. Bei solchen Beschwerden soll die Einnahme beendet und sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche häufigen Nebenwirkungen sind bekannt?

Häufig genannt werden Kopfschmerzen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit oder Erbrechen sowie gutartige Magenpolypen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Omeprazol den Magnesiumspiegel beeinflussen?

Ja. Wenn Omeprazol länger als 3 Monate eingenommen wird, kann der Magnesiumgehalt im Blut sinken. Mögliche Zeichen sind Erschöpfung, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit, Schwindel und eine erhöhte Herzfrequenz.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Beschwerden sollten Sie Ihrem Arzt sofort melden?

Melden Sie sich umgehend, wenn Sie unerklärlich viel Gewicht verlieren, Schluckbeschwerden haben, Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen bekommen, Nahrung oder Blut erbrechen, schwarzen Stuhl haben oder an schwerem oder anhaltendem Durchfall leiden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Darreichungsform hat Omeprazol in dieser Fachinformation?

Genannt werden magensaftresistente Hartkapseln mit 10 mg, 20 mg oder 40 mg Omeprazol.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.