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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg)
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg) ist ein lebenswichtiges Medikament, das aus menschlichem Blutplasma gewonnen wird. Es wird eingesetzt, um bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Entzündungs­krankheiten die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Präparate wie Intratect® 100 g/l, Infusionslösung, Biotest Pharma GmbH oder Intratect®, 50 g/l sind dabei bekannte Anwendungsbeispiele. Auch die Nebenwirkungen von Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg) sollten vor einer Therapie beachtet werden.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufig

  • Herzklopfen
  • Unwohlsein
  • Reaktionen an der Infusionsstelle
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Knochenschmerzen

Gelegentlich

  • Allergische Reaktionen
  • Müdigkeit
  • Schüttelfrost
  • Niedrige Körpertemperatur
  • Störungen bei der Wahrnehmung
  • Muskelschmerzen
  • Hautschmerzen
  • Hautausschlag
  • Hitzewallungen
  • Bluthochdruck
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Starke Brustschmerzen
  • Frösteln oder Zittern
  • Schwerer allergischer Schock
  • Atemnot
  • Niedriger Blutdruck
  • Rückenschmerzen
  • Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen

Selten

  • Plötzlicher Blutdruckabfall
  • Schwerer allergischer Schock
  • Vorübergehende Hautreaktionen
  • Hämolytische Anämie (Blutarmut durch schnellen Abbau roter Blutkörperchen)

Sehr selten

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Blutgerinnsel in der Lunge
  • Tiefe Venenthrombosen
  • Vorübergehende Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute
  • Nierenversagen
  • Akutes Lungenversagen nach Infusion

Was ist Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg)?

Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg) ist ein Medikament, das aus menschlichem Blut gewonnen wird und wichtige Antikörper enthält. Es wird eingesetzt, um Patienten mit geschwächtem Immunsystem vor Infektionen zu schützen oder bestimmte Entzündungserkrankungen zu behandeln. Erwachsene, Kinder und Jugendliche können es erhalten, wenn ihnen ausreichend eigene Antikörper fehlen. Auch entzündliche Erkrankungen wie das Kawasaki-Syndrom oder bestimmte Nervenentzündungen werden damit behandelt.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, IVIg nicht anzuwenden, wenn Sie auf Immunglobuline oder bestimmte Bestandteile allergisch sind oder einen IgA-Mangel haben. Informieren Sie Ihren Arzt über alle bestehenden Erkrankungen, insbesondere bei Nierenproblemen. Während und nach der Infusion werden Sie überwacht, um allergische Reaktionen frühzeitig zu erkennen. IVIg kann die Wirkung einiger Impfstoffe beeinflussen; besprechen Sie geplante Impfungen daher mit Ihrem Arzt.

Wie ist Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg) einzunehmen?

Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg) wird Ihnen immer von medizinischem Fachpersonal durch eine Infusion direkt in die Vene verabreicht. Die Dosis und Häufigkeit richtet sich nach Ihrer Erkrankung und Ihrem Körpergewicht. Zu Beginn wird die Infusion langsam gegeben und kann dann schrittweise beschleunigt werden. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls Sie sich unwohl fühlen oder das Gefühl haben, zu viel bekommen zu haben.

Wie ist Normales Immunglobulin vom Menschen (IVIg) aufzubewahren?

Bewahren Sie IVIg außerhalb der Reichweite von Kindern auf und verwenden Sie es nicht nach Ablauf des Verfallsdatums. Lagern Sie es nicht über 25 °C, frieren Sie es nicht ein und schützen Sie es vor Licht. Verwenden Sie keine trüben Lösungen. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Sie das Arzneimittel umweltgerecht entsorgen können.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.