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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Metreleptin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Metreleptin ist ein Wirkstoff, der gezielt zur Behandlung bestimmter Formen der Lipodystrophie eingesetzt wird. Er imitiert die Wirkung des körpereigenen Hormons Leptin und unterstützt so die Regulierung des Stoffwechsels bei Patientinnen und Patienten mit zu wenig körperlichem Fettgewebe. Sie finden Metreleptin zum Beispiel in bekannten Präparaten wie Myalepta 11,3 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung. Die Nebenwirkungen von Metreleptin sollten vor Therapiebeginn sorgfältig besprochen werden.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Gewichtsverlust

Häufig

  • Weniger Appetit
  • Kopfschmerzen
  • Haarausfall
  • Starke oder lange Monatsblutung
  • Müdigkeit
  • Blaue Flecken, Rötung oder Juckreiz an der Injektionsstelle
  • Fieber und vermehrte Müdigkeit durch bestimmte Abwehrstoffe gegen Metreleptin

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Grippe
  • Lungenentzündung oder Atemwegsinfektion
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Starkes Essen oder Heißhunger
  • Schneller Herzschlag
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Schwellungen an Händen und Füßen
  • Vermehrtes Körperfett
  • Schwellung oder Blutung unter der Haut, auch an der Einstichstelle
  • Schmerzen oder Jucken an der Einstichstelle
  • Allgemeines Unwohlsein oder Schmerzen
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Erhöhte Werte für Langzeitblutzucker (HbA1c)
  • Gewichtszunahme
  • Hoher Blutzucker

Was ist Metreleptin?

Metreleptin ist ein Arzneistoff, der dem natürlichen Hormon Leptin ähnelt und zur Behandlung von Lipodystrophie eingesetzt wird. Er hilft, Störungen des Fettstoffwechsels bei Menschen mit zu wenig Körperfett auszugleichen. So kann Metreleptin den Blutzuckerspiegel regulieren und den allgemeinen Energiehaushalt unterstützen. Die Anwendung erfolgt, wenn andere Therapien keinen ausreichenden Erfolg gezeigt haben.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie unbedingt darauf, Metreleptin nicht anzuwenden, wenn Sie allergisch darauf reagieren. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, an einer Krebserkrankung, Blutproblemen, Bauchspeicheldrüsen- oder Autoimmunerkrankungen gelitten haben. Während der Behandlung sollten Ihr Blutzucker und andere Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie nehmen – Metreleptin kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Falls Sie Nebenwirkungen wie Fieber, Allergien oder ungewöhnliche Symptome bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

Wie ist Metreleptin einzunehmen?

Metreleptin wird einmal täglich unter die Haut gespritzt. Ihr Arzt legt die richtige Dosis für Sie fest und zeigt Ihnen, wie Sie sich das Arzneimittel selbst injizieren. Ändern Sie die Dosis niemals eigenständig und verwenden Sie nie mehr, als verordnet. Falls Sie eine Injektion vergessen, holen Sie sie nach, sobald Sie daran denken. Beenden Sie die Behandlung nur nach ärztlicher Absprache und setzen Sie Metreleptin keinesfalls abrupt ab.

Wie ist Metreleptin aufzubewahren?

Bewahren Sie Metreleptin im Kühlschrank (2-8 °C) auf und schützen Sie das Präparat vor Licht. Die Lösung muss direkt nach dem Anmischen verwendet werden – nicht aufbewahren oder später nutzen. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn es trüb, verfärbt oder mit Klumpen ist. Unverbrauchte oder abgelaufene Reste geben Sie bitte zur Entsorgung in die Apotheke, nicht in den Hausmüll.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.