Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Magnesiumsulfat
Nebenwirkungen
Magnesiumsulfat ist ein lebenswichtiges Mineral und vielseitiger Wirkstoff, der vor allem in der Notfallmedizin eingesetzt wird. Er hilft unter anderem bei bestimmten Komplikationen in der Schwangerschaft und dient zur Behandlung von Magnesiummangel. In Deutschland ist Magnesiumsulfat beispielsweise im Medikament Magnesium Verla i.v. 20 mmol/10ml enthalten. Wenn Sie sich für die Nebenwirkungen von Magnesiumsulfat interessieren, sind Sie hier genau richtig.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Gelegentlich
- Wärmegefühl
- Rötung der Haut
Selten
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Kribbeln
- Schwitzen
- Unruhe
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit
- Verlangsamte Herzschläge
- Unregelmäßiger Herzschlag
- Verlangsamte Atmung
- Gefäßerweiterung (Blutdruck kann sinken)
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Muskelschwäche
- Verminderte Reflexe
- Blutdruckabfall
- Verminderte Atmung
- Verwirrtheit
- Erbrechen
- Bewusstseinsstörungen
- Koma
- Atemstillstand
- Herzstillstand
Was ist Magnesiumsulfat?
Magnesiumsulfat ist ein Mineralstoff, der wichtige Funktionen im Körper erfüllt. Er wird medizinisch eingesetzt, um Magnesiummangel auszugleichen oder Komplikationen wie Eklampsie in der Schwangerschaft zu behandeln. Auch bei drohender Frühgeburt kann Magnesiumsulfat zur sogenannten Neuroprotektion des Kindes verwendet werden. Der Wirkstoff wird meist als Infusion direkt in die Vene gegeben.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Magnesiumsulfat nicht anzuwenden, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder schwere Herzprobleme haben. Informieren Sie Ihren Arzt über etwaige Nierenerkrankungen, Muskelschwäche oder andere Arzneimittel, die Sie einnehmen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie schwanger sind oder stillen – die Anwendung sollte immer ärztlich überwacht werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie den Wirkstoff bekommen.
Wie ist Magnesiumsulfat einzunehmen?
Magnesiumsulfat wird meist als verdünnte Infusion langsam in die Vene verabreicht. Die genaue Dosierung und Dauer richtet sich nach Ihrem Bedarf und wird individuell vom Arzt festgelegt. Folgen Sie immer den Anweisungen Ihres Arztes und melden Sie sich, wenn Sie Fragen zur Anwendung haben. Setzen Sie die Behandlung nie eigenständig ab oder ändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache.
Wie ist Magnesiumsulfat aufzubewahren?
Bewahren Sie Magnesiumsulfat für Kinder unzugänglich auf. Verwenden Sie es nicht mehr nach dem aufgedruckten Verfallsdatum. Es gibt keine speziellen Lagerungsbedingungen – halten Sie sich aber an die Hinweise Ihres Arztes oder Apothekers. Entsorgen Sie das Arzneimittel niemals über das Abwasser, sondern fragen Sie in Ihrer Apotheke nach einer sicheren Entsorgung.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.