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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Lomitapid
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Lomitapid ist ein spezieller Wirkstoff, der bei sehr hohen Cholesterinspiegeln eingesetzt wird. Er blockiert bestimmte Prozesse im Fettstoffwechsel und senkt dadurch das „schlechte“ Cholesterin im Blut. Lomitapid wird vor allem bei erblich bedingter Hypercholesterinämie genutzt, wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichen – enthalten ist es z.B. in bekannten Präparaten wie Lojuxta Hartkapseln. Beachten Sie die möglichen Nebenwirkungen von Lomitapid und lesen Sie weiter für alle wichtigen Informationen.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Durchfall
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Bauchschmerzen oder Blähungen
  • Wenig Appetit
  • Verdauungsprobleme
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Gewichtsverlust

Häufig

  • Entzündung von Magen und Darm mit Durchfall und Erbrechen
  • Aufstoßen oder Rückfluss von Nahrung
  • Dringender Stuhldrang, Gefühl der unvollständigen Entleerung
  • Blutungen aus dem After oder Blut im Stuhl
  • Schwindel, Kopfschmerzen oder Migräne
  • Müdigkeit oder Schwächegefühl
  • Leberveränderungen oder Fettleber
  • Hautveränderungen wie Beulen oder Ausschlag
  • Veränderte Blutgerinnung
  • Veränderung der Blutzellen
  • Niedrige Werte von Kalium, Karotin, Vitamin E oder K
  • Muskelkrämpfe

Gelegentlich

  • Grippe, Erkältung, Fieber, Nebenhöhlenentzündung, Husten
  • Weniger rote Blutkörperchen (Anämie)
  • Flüssigkeitsmangel, trockener Mund
  • Mehr Appetit
  • Kribbeln oder Brennen auf der Haut
  • Schwellung am Auge
  • Schmerzen oder wunde Stellen im Hals
  • Blutiges Erbrechen
  • Trockene Haut
  • Blasenbildung
  • Starkes Schwitzen
  • Gelenkschmerzen oder geschwollene Gelenke, Schmerzen an Händen oder Füßen
  • Muskelschmerzen
  • Blut oder Eiweiß im Urin
  • Brustschmerzen
  • Veränderter Gang
  • Auffällige Werte bei der Lungenfunktion

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Haarausfall
  • Muskelschmerzen
  • Starker Flüssigkeitsverlust mit Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Schwindel, Müdigkeit oder Ohnmacht

Was ist Lomitapid?

Lomitapid ist ein Wirkstoff, der bei sehr hohen Cholesterinwerten eingesetzt wird, besonders bei erblich bedingten Formen. Er sorgt dafür, dass weniger Fettstoffe ins Blut gelangen, und hilft so, das gefährliche LDL-Cholesterin zu senken. Das Mittel wird nur gemeinsam mit anderen Cholesterinsenkern und einer Diät angewendet. Ihr Arzt überprüft regelmäßig Ihre Werte und Ihre Behandlung.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Lomitapid nicht, wenn Sie allergisch darauf reagieren, Leber- oder Darmprobleme haben oder schwanger sind. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen, denn es gibt viele Wechselwirkungen. Verzichten Sie auf Grapefruitsaft und Alkohol, und halten Sie sich an eine fettarme Ernährung. Wenn Sie während der Behandlung ungewöhnliche Beschwerden oder Leberzeichen bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wie ist Lomitapid einzunehmen?

Nehmen Sie Lomitapid immer wie mit Ihrem Arzt besprochen ein, meist einmal täglich vor dem Schlafengehen und nicht zusammen mit einer Mahlzeit. Ihr Arzt legt die richtige Dosis fest und passt sie individuell an. Nehmen Sie auch die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel (wie Vitamin E und Omega-Fettsäuren) dazu ein. Wenn Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge, sondern setzen Sie regulär fort.

Wie ist Lomitapid aufzubewahren?

Bewahren Sie Lomitapid außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie es nicht über 30 Grad Celsius und halten Sie die Flasche immer fest verschlossen, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Verwenden Sie das Medikament nicht nach Ablauf des Verfallsdatums. Entsorgen Sie es umweltgerecht – Ihr Apotheker hilft Ihnen dabei.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.