Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Letrozol Nebenwirkungen

Letzte Aktualisierung: 12. April 2026

Letrozol ist ein wichtiger Wirkstoff zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren. Er hemmt gezielt die körpereigene Produktion von Östrogen, was das Tumorwachstum verlangsamen oder stoppt. Präparate mit Letrozol, wie Femara® oder Letroblock, werden häufig verschrieben, um ein Wiederauftreten des Brustkrebses zu verhindern. Informieren Sie sich hier umfassend über die Anwendung und Nebenwirkungen von Letrozol.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig

  • Hitzewallungen
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Schmerzen in Knochen und Gelenken

Häufig

  • Hautausschlag
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Magenbeschwerden wie Übelkeit, Verstopfung, Durchfall oder Erbrechen
  • Mehr oder weniger Appetit
  • Muskelschmerzen
  • Schwächere Knochen (erhöhtes Risiko für Knochenbrüche)
  • Wassereinlagerungen, z. B. an Händen oder Füßen
  • Depressive Verstimmung
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Erhöhter Blutdruck
  • Bauchschmerzen
  • Trockene Haut
  • Blutungen aus der Scheide
  • Starkes oder schnelles Herzklopfen
  • Steife Gelenke
  • Brustschmerzen

Gelegentlich

  • Schwäche oder Gefühlsstörungen, z. B. Lähmungen, Sprach- oder Koordinationsprobleme (Anzeichen eines Schlaganfalls)
  • Plötzliche Brustschmerzen (Hinweis auf Herzprobleme)
  • Geschwollene, schmerzhafte Venen
  • Starkes Fieber, Schüttelfrost oder Geschwüre im Mund wegen Infektionen
  • Dauerhaft stark verschwommenes Sehen
  • Entzündete Sehne
  • Angst, Nervosität, Reizbarkeit, Benommenheit oder Schlafstörungen
  • Gedächtnisprobleme
  • Schmerzen oder ein Brennen im Handgelenk (Karpaltunnelsyndrom)
  • Gefühlsstörungen der Haut
  • Verschwommenes Sehen, Augenreizungen
  • Juckende oder gerötete Haut
  • Trockene oder wunde Scheide, Ausfluss
  • Schmerzen in der Brustdrüse
  • Fieber
  • Durst, veränderter Geschmack, trockener Mund
  • Trockene Schleimhäute
  • Gewichtsabnahme
  • Harnwegsinfektion, häufiger Harndrang
  • Husten
  • Erhöhte Leberwerte
  • Gelbe Haut oder Augen
  • Erhöhte Bilirubinwerte im Blut

Selten

  • Atemnot, Brustschmerzen, Ohnmacht, schneller Herzschlag, blaue Haut oder plötzliche Schmerzen in Arm, Bein oder Fuß (Hinweis auf ein Blutgerinnsel)
  • Riss einer Sehne

Häufigkeit nicht abschätzbar

Diese Nebenwirkungen wurden nach der Markteinführung von Ärzten oder Patienten gemeldet. Da die genaue Anzahl der Anwender nicht bekannt ist, kann keine statistische Häufigkeit berechnet werden.

  • Finger oder Daumen bleiben in gebeugter Position stecken (sogenannter schnellender Finger)

Was ist Letrozol und wofür wird es angewendet?

Letrozol ist ein hormonelles Arzneimittel, das bei Frauen nach den Wechseljahren zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird. Es blockiert die Bildung von Östrogen im Körper, das wichtig für das Tumorwachstum sein kann. Die Behandlung mit Letrozol soll das Fortschreiten oder Wiederauftreten von Brustkrebs verhindern. Wenden Sie sich bei Fragen zur Behandlung immer direkt an Ihren Arzt.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Letrozol nur nach ärztlicher Verordnung ein. Sie dürfen das Medikament nicht anwenden, wenn Sie allergisch darauf reagieren, noch Ihre Regelblutung haben, schwanger sind oder stillen. Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme über schwerwiegende Nieren- oder Lebererkrankungen, Osteoporose oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen. Achten Sie außerdem auf mögliche Nebenwirkungen und sprechen Sie bei ungewöhnlichen Beschwerden direkt den Arzt an.

Wie ist Letrozol einzunehmen?

Nehmen Sie Letrozol einmal täglich zur gleichen Uhrzeit ein. Sie können die Tablette mit oder ohne Nahrung mit Wasser schlucken. Halten Sie sich stets an die genaue Dosierung Ihres Arztes. Brechen Sie die Einnahme nicht eigenständig ab und melden Sie sich bei Unsicherheiten oder Problemen bei Ihrem Arzt.

Wie ist Letrozol aufzubewahren?

Lagern Sie Letrozol außerhalb der Reichweite von Kindern. Bewahren Sie das Arzneimittel nicht über 30°C und in der Originalverpackung auf, geschützt vor Feuchtigkeit. Nutzen Sie es nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tabletten umweltgerecht – am besten in Ihrer Apotheke.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn plötzlich Schwäche, Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen, Probleme beim Sprechen oder Atmen auftreten. Auch plötzliche bedrückende Schmerzen in der Brust, Schwellungen und Rötung entlang einer sehr schmerzhaften Vene oder Anzeichen eines Blutgerinnsels wie Atemnot, Brustschmerz oder plötzliche Schmerzen in Arm, Bein oder Fuß gehören dazu. Melden Sie sich ebenfalls unverzüglich, wenn Sie hohes Fieber, Schüttelfrost oder Geschwüre im Mund bemerken, wenn Ihr Sehen dauerhaft stark verschwommen ist oder wenn Sie Anzeichen einer Sehnenentzündung oder eines Sehnenrisses haben. Sofort ärztliche Hilfe brauchen Sie auch bei Schwellungen vor allem im Gesicht oder Rachen, bei gelber Haut oder gelben Augen mit dunklem Urin oder bei Hautausschlag mit Blasenbildung, Hautablösung und Fieber.

Steckbrief: Letrozol

Wirkstoffgruppe Aromatase-Hemmer
Anwendungsgebiet Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause; zur Verhinderung eines erneuten Auftretens und zur Verhinderung der Ausbreitung bei fortgeschrittener Erkrankung.
Darreichungsform Filmtabletten
Rezeptpflicht Ja
Häufigste Nebenwirkung Hitzewallungen, erhöhte Cholesterinwerte

Häufig gestellte Fragen zu Letrozol

Wofür wird Letrozol angewendet?

Letrozol wird zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause eingesetzt. Es kann auch helfen, ein erneutes Auftreten von Brustkrebs zu verhindern. Bei fortgeschrittener Erkrankung soll es die Ausbreitung in andere Körperbereiche verhindern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie wirkt Letrozol im Körper?

Letrozol gehört zu den Aromatase-Hemmern. Es hemmt ein Enzym, das an der Bildung von Östrogen beteiligt ist, und senkt so die Östrogenmenge im Körper. Dadurch kann das Wachstum von Brustkrebs, der Östrogen braucht, verlangsamt oder blockiert werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Darf ich Letrozol einnehmen, wenn ich noch meine Monatsblutung habe?

Nein. Letrozol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie noch Monatsblutungen haben, also die Menopause noch nicht durchlaufen haben. Die Anwendung ist nur nach der Menopause vorgesehen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Darf ich Letrozol in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Nein. Letrozol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie schwanger sind oder stillen. In der Fachinformation steht, dass es dem Baby schaden könnte.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann ich mit Letrozol Auto fahren?

Wenn Ihnen schwindelig ist, Sie sich benommen, müde, schläfrig oder allgemein unwohl fühlen, sollen Sie sich nicht ans Steuer setzen. Dann sollten Sie auch keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis Sie sich wieder wohl fühlen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was soll ich tun, wenn ich Anzeichen einer Sehnenentzündung bemerke?

Letrozol kann eine Entzündung oder Verletzung der Sehnen verursachen. Wenn Sie Sehnenschmerzen oder -schwellungen bemerken, sollen Sie den schmerzenden Bereich ruhig stellen und Ihren Arzt kontaktieren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Letrozol bei Dopingkontrollen auffallen?

Ja. In der Fachinformation steht, dass die Anwendung von Femara bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen sehr häufig vor?

Sehr häufig sind Hitzewallungen, erhöhte Cholesterinwerte, Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen sowie Schmerzen in Knochen und Gelenken. Wenn Sie davon stark beeinträchtigt sind, sollen Sie Ihren Arzt informieren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 12. April 2026

Über diesen Artikel

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Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.