Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Letrozol
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Letrozol ist ein wichtiger Wirkstoff zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren. Er hemmt gezielt die körpereigene Produktion von Östrogen, was das Tumorwachstum verlangsamen oder stoppt. Präparate mit Letrozol, wie Femara® oder Letroblock, werden häufig verschrieben, um ein Wiederauftreten des Brustkrebses zu verhindern. Informieren Sie sich hier umfassend über die Anwendung und Nebenwirkungen von Letrozol.

Anwendung: Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause; Verhinderung eines erneuten Auftretens von Brustkrebs; bei fortgeschrittener Erkrankung zur Verhinderung der Ausbreitung in andere Körperbereiche
Darreichung: Filmtabletten
Rezept: Ja
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Hitzewallungen
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Schmerzen in Knochen und Gelenken

Häufig

  • Hautausschlag
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Magenbeschwerden wie Übelkeit, Verstopfung, Durchfall oder Erbrechen
  • Mehr oder weniger Appetit
  • Muskelschmerzen
  • Schwächere Knochen (erhöhtes Risiko für Knochenbrüche)
  • Wassereinlagerungen, z. B. an Händen oder Füßen
  • Depressive Verstimmung
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Erhöhter Blutdruck
  • Bauchschmerzen
  • Trockene Haut
  • Blutungen aus der Scheide
  • Starkes oder schnelles Herzklopfen
  • Steife Gelenke
  • Brustschmerzen

Gelegentlich

  • Schwäche oder Gefühlsstörungen, z. B. Lähmungen, Sprach- oder Koordinationsprobleme (Anzeichen eines Schlaganfalls)
  • Plötzliche Brustschmerzen (Hinweis auf Herzprobleme)
  • Geschwollene, schmerzhafte Venen
  • Starkes Fieber, Schüttelfrost oder Geschwüre im Mund wegen Infektionen
  • Dauerhaft stark verschwommenes Sehen
  • Entzündete Sehne
  • Angst, Nervosität, Reizbarkeit, Benommenheit oder Schlafstörungen
  • Gedächtnisprobleme
  • Schmerzen oder ein Brennen im Handgelenk (Karpaltunnelsyndrom)
  • Gefühlsstörungen der Haut
  • Verschwommenes Sehen, Augenreizungen
  • Juckende oder gerötete Haut
  • Trockene oder wunde Scheide, Ausfluss
  • Schmerzen in der Brustdrüse
  • Fieber
  • Durst, veränderter Geschmack, trockener Mund
  • Trockene Schleimhäute
  • Gewichtsabnahme
  • Harnwegsinfektion, häufiger Harndrang
  • Husten
  • Erhöhte Leberwerte
  • Gelbe Haut oder Augen
  • Erhöhte Bilirubinwerte im Blut

Selten

  • Atemnot, Brustschmerzen, Ohnmacht, schneller Herzschlag, blaue Haut oder plötzliche Schmerzen in Arm, Bein oder Fuß (Hinweis auf ein Blutgerinnsel)
  • Riss einer Sehne

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Finger oder Daumen bleiben in gebeugter Position stecken (sogenannter schnellender Finger)

Was ist Letrozol?

Letrozol ist ein hormonelles Arzneimittel, das bei Frauen nach den Wechseljahren zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird. Es blockiert die Bildung von Östrogen im Körper, das wichtig für das Tumorwachstum sein kann. Die Behandlung mit Letrozol soll das Fortschreiten oder Wiederauftreten von Brustkrebs verhindern. Wenden Sie sich bei Fragen zur Behandlung immer direkt an Ihren Arzt.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Letrozol nur nach ärztlicher Verordnung ein. Sie dürfen das Medikament nicht anwenden, wenn Sie allergisch darauf reagieren, noch Ihre Regelblutung haben, schwanger sind oder stillen. Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme über schwerwiegende Nieren- oder Lebererkrankungen, Osteoporose oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen. Achten Sie außerdem auf mögliche Nebenwirkungen und sprechen Sie bei ungewöhnlichen Beschwerden direkt den Arzt an.

Wie ist Letrozol einzunehmen?

Nehmen Sie Letrozol einmal täglich zur gleichen Uhrzeit ein. Sie können die Tablette mit oder ohne Nahrung mit Wasser schlucken. Halten Sie sich stets an die genaue Dosierung Ihres Arztes. Brechen Sie die Einnahme nicht eigenständig ab und melden Sie sich bei Unsicherheiten oder Problemen bei Ihrem Arzt.

Wie ist Letrozol aufzubewahren?

Lagern Sie Letrozol außerhalb der Reichweite von Kindern. Bewahren Sie das Arzneimittel nicht über 30°C und in der Originalverpackung auf, geschützt vor Feuchtigkeit. Nutzen Sie es nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tabletten umweltgerecht – am besten in Ihrer Apotheke.

Wichtige Wechselwirkungen

In der vorliegenden Fachinformation werden keine konkreten Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen genannt. Es wird aber darauf hingewiesen, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle anderen Arzneimittel informieren sollen, auch über nicht verschreibungspflichtige Mittel. Wenn Sie weitere Medikamente einnehmen, sollte Ihr Arzt das bei der Behandlung mit Letrozol berücksichtigen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe, wenn Sie plötzlich Schwäche, Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen, Probleme beim Sprechen oder Atmen bemerken. Auch plötzliche Brustschmerzen, Zeichen eines Blutgerinnsels, hohes Fieber mit Schüttelfrost oder Geschwüre im Mund sowie dauerhaft stark verschwommenes Sehen sollen sofort ärztlich abgeklärt werden. Ebenfalls sofort zum Arzt gehören Schwellungen von Gesicht oder Rachen, Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunkler Urin oder ein Hautausschlag mit Blasenbildung, Hautablösung oder Fieber. Wenn Anzeichen für Sehnenschmerzen oder -schwellungen auftreten, sollen Sie den betroffenen Bereich ruhigstellen und Ihren Arzt kontaktieren.

Steckbrief: Letrozol

Wirkstoffgruppe
Aromatase-Hemmer; hormonelle (endokrine) Behandlung von Brustkrebs
Anwendungsgebiet
Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause; Verhinderung eines erneuten Auftretens von Brustkrebs; bei fortgeschrittener Erkrankung zur Verhinderung der Ausbreitung in andere Körperbereiche
Darreichungsform
Filmtabletten
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Hitzewallungen

Häufige Fragen

Wofür wird Letrozol angewendet?

Letrozol wird zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause angewendet. Es kann auch eingesetzt werden, um ein erneutes Auftreten von Brustkrebs zu verhindern und bei fortgeschrittener Erkrankung die Ausbreitung in andere Körperbereiche zu verhindern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie wirkt Letrozol?

Letrozol gehört zu den Aromatase-Hemmern. Es vermindert die Menge an Östrogen, indem es ein an der Bildung von Östrogen beteiligtes Enzym hemmt. Dadurch kann das Wachstum von Brustkrebs, der Östrogen für sein Wachstum benötigt, blockiert, verlangsamt oder verhindert werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wer darf Letrozol nicht einnehmen?

Letrozol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Letrozol oder einen der sonstigen Bestandteile sind, wenn Sie noch Monatsblutungen haben, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Warnhinweise gibt es vor der Einnahme?

Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung, eine schwere Lebererkrankung, Osteoporose oder bereits Knochenbrüche hatten. Letrozol kann außerdem eine Entzündung oder Verletzung der Sehnen verursachen; bei Sehnenschmerzen oder -schwellungen sollen Sie den Bereich ruhigstellen und Ihren Arzt kontaktieren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen sehr häufig vor?

Sehr häufig sind Hitzewallungen, erhöhte Cholesterinwerte, Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen sowie Schmerzen in Knochen und Gelenken.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Häufig genannt werden unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall, Muskelschmerzen, Osteoporose, Schwellungen an Armen oder Beinen, Depression, Gewichtszunahme, Haarausfall, erhöhter Blutdruck und Blutungen aus der Scheide.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Letrozol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen?

Wenn Ihnen schwindelig, benommen, müde, schläfrig oder allgemein unwohl ist, sollen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis Sie sich wieder wohl fühlen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.