Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Hydromorphon
Nebenwirkungen
Hydromorphon ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und wird vor allem bei starken, chronischen Schmerzen eingesetzt. Es wird kontrolliert über mehrere Stunden freigesetzt und kommt in bekannten Präparaten wie Hydromorphon HEXAL 10mg/ml Ampullen oder Retardkapseln zum Einsatz. Die Behandlung erfolgt üblicherweise, wenn andere Schmerzmittel nicht ausreichend wirken. Besonders wichtig ist, die möglichen Nebenwirkungen von Hydromorphon zu beachten und das Präparat nur nach ärztlicher Anweisung einzunehmen.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Schwindel
- Müdigkeit oder Schläfrigkeit
- Verstopfung
- Übelkeit
Häufig
- Erbrechen (meist nur am Anfang)
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Verwirrtheit
- Angst
- Schlafprobleme
- Kopfschmerzen
- starkes Schwitzen
- plötzlicher, verstärkter Harndrang
- Schwächegefühl
- weniger Appetit
- Juckreiz
Gelegentlich
- starke Unruhe
- Depression
- besondere Glücksgefühle
- Halluzinationen
- Albträume
- Kurzatmigkeit
- weniger Lust auf Sex
- Impotenz
- Zittern
- Muskelkrämpfe oder Taubheitsgefühl
- Sehstörungen
- niedriger Blutdruck
- Verdauungsprobleme oder Durchfall
- Geschmacksstörungen
- Probleme beim Wasserlassen
- schlechte Leberwerte
- Entzugserscheinungen
- Schwellungen an Händen, Knöcheln oder Füßen
- Müdigkeit und Schwäche
Selten
- Aggressives Verhalten
- stärkere Müdigkeit
- weniger Energie
- schneller oder langsamer Herzschlag
- Herzklopfen
- Atemnot durch Verkrampfung der Atemwege
- schlechte Werte bei Bauchspeicheldrüsen-Tests
- Gesichts- oder Hautrötungen
- langsames oder schwaches Atmen
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Abhängigkeit oder Gewöhnung
- depressive Verstimmung
- Krampfanfälle
- unkontrollierte Muskelbewegungen
- Hitzegefühl
- verengte Pupillen
- stärkere Schmerzempfindlichkeit
- Atemaussetzer im Schlaf
- Lähmung des Darms
- schwere Gallenschmerzen
- Entzugserscheinungen bei Neugeborenen (nach Einnahme in der Schwangerschaft)
- schwere oder allergische Reaktionen mit Atemnot oder Schwellungen
Was ist Hydromorphon?
Hydromorphon ist ein sehr starkes Schmerzmittel, das speziell für anhaltende, starke Schmerzen verschrieben wird. Es gehört zu den Opioiden und hilft, Schmerzen effektiv zu lindern, wenn andere Mittel nicht ausreichen. Es wird langsam im Körper freigesetzt, sodass die Wirkung mehrere Stunden anhält. Die Behandlung ist für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Hydromorphon nur wie vom Arzt verschrieben einzunehmen. Es darf nicht angewendet werden, wenn Sie an schweren Atemproblemen, Allergien gegen Hydromorphon oder bestimmten Magen- und Darmerkrankungen leiden. Das Medikament kann abhängig machen und birgt verschiedene Risiken, vor allem bei längerer Anwendung oder bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder bestimmten Beruhigungsmitteln. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen, und wenden Sie sich an ihn, wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Wie ist Hydromorphon einzunehmen?
Nehmen Sie Hydromorphon immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Die Tabletten oder Kapseln sollten unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Die Dosierung wird individuell festgelegt, meist beginnt man mit einer niedrigen Dosis. Nehmen Sie das Medikament regelmäßig im Abstand von etwa 12 Stunden und nicht häufiger ein. Setzen Sie das Präparat nicht abrupt ab, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.
Wie ist Hydromorphon aufzubewahren?
Bewahren Sie Hydromorphon sicher und unzugänglich für Kinder auf. Lagern Sie Tabletten oder Kapseln nicht über 25 °C (in der Flasche bis maximal 30 °C) und verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum. Entsorgen Sie es nicht im Abwasser, sondern fragen Sie in der Apotheke nach der richtigen Entsorgung.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.