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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Fenfluramin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Fenfluramin ist ein Medikament, das das Risiko von epileptischen Anfällen bei bestimmten seltenen Epilepsieformen reduziert. Es gehört zu den wenigen Wirkstoffen, die gezielt beim Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom helfen können. Fenfluramin ist zum Beispiel in bekannten Präparaten wie Fintepla® 2,2 mg/ml Lösung zum Einnehmen, UCB Pharma GmbH, erhältlich. Informieren Sie sich hier ausführlich über die Anwendung und die möglichen Nebenwirkungen von Fenfluramin.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Appetitlosigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Durchfall
  • Müdigkeit oder Schwäche

Häufig

  • Entzündung der Bronchien (Atemwegserkrankung)
  • Ungewöhnliches Verhalten
  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Aggressives Verhalten
  • Unruhe oder Erregung
  • Schlafprobleme
  • Zittern der Hände, Arme oder Beine
  • Probleme mit der Bewegung oder dem Gleichgewicht
  • Weniger Muskelkraft
  • Krampfanfälle
  • Sehr lange andauernde Krampfanfälle
  • Starke Teilnahmslosigkeit (sehr schläfrig und träge)
  • Gewichtsabnahme
  • Verstopfung
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen
  • Hautausschlag
  • Niedriger Blutzuckerspiegel
  • Erhöhung eines bestimmten Hormons (Prolaktin) im Blut

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Reizbarkeit
  • Serotoninsyndrom (schwerwiegende Reaktion des Körpers auf einen erhöhten Serotoninspiegel)
  • Zu hoher Blutdruck in den Lungengefäßen
  • Herzklappenerkrankung

Was ist Fenfluramin?

Fenfluramin wird dazu eingesetzt, epileptische Anfälle bei Kindern ab 2 Jahren mit seltenen Epilepsieformen wie dem Dravet- oder Lennox-Gastaut-Syndrom zu verringern. Es unterstützt zusammen mit anderen Medikamenten dabei, sowohl Zahl als auch Schwere der Anfälle zu reduzieren. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht völlig geklärt, aber es beeinflusst wahrscheinlich bestimmte Botenstoffe im Gehirn.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Fenfluramin nicht einzunehmen, wenn eine Allergie dagegen oder bestimmte Herzprobleme vorliegen. Vor und während der Behandlung prüft Ihr Arzt regelmäßig das Herz und das Gewicht. Fenfluramin kann mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten und die Aufmerksamkeit beeinflussen, deshalb sollten Sie Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Arzneimittel informieren. Sprechen Sie bei Schwangerschaft, Stillzeit oder geplanten Operationen immer vorab mit dem Arzt.

Wie ist Fenfluramin einzunehmen?

Nehmen Sie Fenfluramin immer genau wie vom Arzt verschrieben ein. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und wird meist schrittweise erhöht. Sie erhalten eine spezielle Dosierspritze zum genauen Abmessen der Lösung. Fenfluramin wird meist zweimal täglich eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Brechen Sie die Behandlung nicht plötzlich ab und fragen Sie bei Unsicherheiten immer Ihren Arzt.

Wie ist Fenfluramin aufzubewahren?

Bewahren Sie Fenfluramin außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Es darf nicht im Kühlschrank gelagert oder eingefroren werden. Nach Anbruch der Flasche sollte die Lösung innerhalb von 3 Monaten verbraucht werden. Die Dosierspritze muss nach jedem Gebrauch mit Wasser gereinigt und vor dem nächsten Einsatz vollständig getrocknet sein. Werfen Sie das Medikament nicht in den Hausmüll, sondern fragen Sie Ihren Apotheker zur richtigen Entsorgung.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.