Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Eplerenon Nebenwirkungen

Letzte Aktualisierung: 12. April 2026

Eplerenon ist ein selektiver Aldosteronblocker, der gezielt bei Herzschwäche eingesetzt wird. Es hilft, die Herzfunktion zu stabilisieren und Krankenhausaufenthalte zu verhindern. Der Wirkstoff kommt in bekannten Präparaten wie EPLERENON PUREN oder Eplerenon-1A Pharma zum Einsatz. Was Sie zu den typischen Nebenwirkungen von Eplerenon wissen müssen, erfahren Sie hier.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig

  • Erhöhter Kaliumspiegel im Blut (Muskelkrämpfe, Übelkeit, Durchfall, Schwindel)
  • Schwindel oder Bewusstlosigkeit
  • Höhere Cholesterinwerte
  • Schlafprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche
  • Husten
  • Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Nierenprobleme
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Rückenschmerzen, Schwächegefühl
  • Muskelkrämpfe
  • Erhöhte Werte von Harnstoff und Kreatinin im Blut

Gelegentlich

  • Schwellungen im Gesicht, Zunge oder Hals, Atemnot (Hinweis auf starke allergische Reaktion)
  • Infektionen
  • Mehr bestimmte weiße Blutkörperchen (Abwehrzellen)
  • Austrocknung
  • Erhöhte Blutfette
  • Niedriger Natriumspiegel
  • Schneller Herzschlag
  • Gallenblasenentzündung
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen (Schwindel)
  • Blutgerinnsel in den Beinen
  • Halsentzündung
  • Blähungen
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Hoher Blutzucker
  • Weniger Empfindlichkeit bei Berührungen
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Muskelschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Nierenentzündung
  • Brustvergrößerung beim Mann
  • Veränderte Blutwerte

Was ist Eplerenon und wofür wird es angewendet?

Eplerenon ist ein Medikament zur Behandlung von Herzschwäche. Es hilft, den Blutdruck und die Herzfunktion zu regulieren, indem es die Wirkung des Stoffes Aldosteron im Körper hemmt. Die Therapie kann das Fortschreiten der Herzmuskelschwäche bremsen und das Risiko für weitere Krankenhausaufenthalte senken. Ihr Arzt verschreibt Eplerenon meist nach einem Herzinfarkt oder wenn trotz Behandlung noch Symptome bestehen.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Eplerenon nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch dagegen sind oder bestimmte andere Erkrankungen wie schwere Nieren- oder Leberprobleme haben. Informieren Sie Ihren Arzt unbedingt über alle anderen Medikamente, die Sie nutzen, denn einige können mit Eplerenon gefährlich wechselwirken. Es ist wichtig, regelmäßig den Kaliumspiegel im Blut zu überprüfen. In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie die Einnahme immer mit dem Arzt absprechen.

Wie ist Eplerenon einzunehmen?

Nehmen Sie Eplerenon immer so ein, wie Ihr Arzt es Ihnen sagt und mit ausreichend Wasser. Die Tabletten können mit oder ohne Essen geschluckt werden. Gewöhnlich startet die Behandlung mit einer niedrigen Dosis, die nach einigen Wochen angepasst werden kann. Lassen Sie Ihre Blutwerte regelmäßig kontrollieren und brechen Sie die Einnahme nicht eigenmächtig ab.

Wie ist Eplerenon aufzubewahren?

Bewahren Sie Eplerenon stets außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie das Medikament bei normaler Raumtemperatur und nutzen Sie es nicht nach dem angegebenen Verfallsdatum. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tabletten umweltgerecht – fragen Sie bei der Apotheke nach der richtigen Entsorgung.

Wichtige Wechselwirkungen

Eplerenon darf nicht zusammen mit kaliumsparenden Diuretika wie Spironolacton, Amilorid oder Triamteren eingenommen werden. Auch Kaliumpräparate können den Kaliumspiegel im Blut gefährlich erhöhen. Vorsicht gilt außerdem bei ACE-Hemmern und ARB, bei Lithium sowie bei Ciclosporin oder Tacrolimus. Bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Itraconazol, HIV-Medikamente wie Ritonavir und Nelfinavir, Antibiotika wie Clarithromycin und Telithromycin sowie Nefazodon können den Abbau von Eplerenon verzögern und seine Wirkung verlängern.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Schwellungen im Gesicht, an der Zunge oder im Hals auftreten. Das gilt auch bei Schluckbeschwerden. Auch Nesselsucht oder Atembeschwerden können Zeichen eines Angioödems sein und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in der Packungsbeilage stehen, sollen Sie sich ebenfalls an Arzt oder Apotheker wenden.

Steckbrief: Eplerenon

Wirkstoffgruppe selektiver Aldosteronblocker
Anwendungsgebiet Zur Behandlung der Herzmuskelschwäche nach einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder bei anhaltenden leichten Symptomen trotz bisheriger Behandlung.
Darreichungsform Filmtabletten
Rezeptpflicht Ja
Häufigste Nebenwirkung erhöhte Kaliumspiegel im Blut, Schwindel

Häufig gestellte Fragen zu Eplerenon

Wofür wird Eplerenon eingesetzt?

Eplerenon wird zur Behandlung der Herzmuskelschwäche angewendet. Es soll eine weitere Verschlechterung verhindern und mögliche Krankenhausaufenthalte reduzieren. Laut Fachinformation wird es eingesetzt, wenn Sie kürzlich einen Herzinfarkt hatten oder trotz bisheriger Behandlung noch leichte Beschwerden bestehen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann ich Eplerenon zusammen mit Kaliumpräparaten einnehmen?

Nein, Kaliumpräparate können das Risiko für zu hohe Kaliumspiegel im Blut erhöhen. Das gilt auch für kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton, Amilorid und Triamteren. Diese Kombinationen sollen vermieden werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche anderen Medikamente passen nicht gut zu Eplerenon?

Nicht zusammen mit Eplerenon angewendet werden dürfen unter anderem Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon. Auch eine gleichzeitige Anwendung mit ACE-Hemmern und ARB ist laut Fachinformation nicht vorgesehen. Diese Arzneimittel können das Risiko für hohe Kaliumspiegel erhöhen oder den Abbau von Eplerenon verzögern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Darf ich Eplerenon nehmen, wenn ich eine Nieren- oder Lebererkrankung habe?

Bei einer Nieren- oder Lebererkrankung sollen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt sprechen. Schwere Nierenerkrankungen und schwere Lebererkrankungen gehören zu den Fällen, in denen Eplerenon nicht eingenommen werden darf. Die Fachinformation nennt diese Erkrankungen ausdrücklich als wichtige Einschränkung.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen bei Eplerenon häufig vor?

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen erhöhte Kaliumspiegel im Blut, Schwindel, Bewusstseinsverlust, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, niedriger Blutdruck, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Rückenschmerzen, Schwächegefühl und Muskelkrämpfe. Auch Nierenfunktionsstörungen sowie erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte im Blut werden häufig berichtet. Bei erhöhtem Kalium können zum Beispiel Muskelkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen auftreten.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Beschwerden sind ein Notfall?

Sofort ärztliche Hilfe brauchen Sie bei Schwellungen im Gesicht, an der Zunge oder im Hals. Auch Schluckbeschwerden, Nesselsucht und Atembeschwerden sollen umgehend abgeklärt werden. Diese Beschwerden können auf ein Angioödem hinweisen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Ist Eplerenon auch für Kinder und Jugendliche geeignet?

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Eplerenon bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht nachgewiesen. In der Fachinformation gibt es dazu keine positive Empfehlung. Die Anwendung ist daher für diese Altersgruppe nicht belegt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 12. April 2026

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Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

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