Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin
Nebenwirkungen
DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin ist ein Wirkstoff, der vor allem bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, Fieber und bei Herzinfarkt eingesetzt wird. Er ist als Infusion oder Injektion verfügbar, unter anderem im Medikament Aspirin i.v. 500mg von Bayer enthalten. Die Wirkung beruht auf Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Hemmung der Blutgerinnung. Achten Sie besonders auf mögliche Nebenwirkungen von DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin sowie auf die richtige Anwendung.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Häufig
- Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen
Gelegentlich
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag
Selten
- Blutungen, zum Beispiel Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen, Blutungen der Harnwege oder Geschlechtsorgane, verlängerte Blutungszeit
- Starke Blutungen, zum Beispiel im Gehirn (besonders bei Bluthochdruck oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente)
- Magen- oder Darmblutungen, die zu schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen führen können
- Durchbruch im Magen oder Darm
- Entzündungen im Magen-Darm-Bereich
- Allergische Reaktionen an Atemwegen, Verdauungstrakt oder Herz-Kreislaufsystem (z. B. Atemnot, Blutdruckabfall, Nasenschleimhautentzündung, allergischer Schock, Schwellungen im Gesicht, Zunge oder Hals)
- Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung
- Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen oder Rötung
Sehr selten
- Erhöhung der Leberwerte
- Störungen der Nierenfunktion und akutes Nierenversagen
- Verminderter Abbau der roten Blutkörperchen oder spezielle Formen der Blutarmut bei Patienten mit bestimmten Enzymmängeln
- Kopfschmerzen, Schwindel, Hörprobleme (z. B. Ohrgeräusche), Verwirrtheit – dies können Anzeichen einer Überdosierung sein
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Genauere Häufigkeit ist nicht abschätzbar bei verminderter Bildung von roten Blutkörperchen
- Genauere Häufigkeit ist nicht abschätzbar bei allergischen Schock-Reaktionen
Was ist DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin?
DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin ist ein schmerzstillender, fiebersenkender und entzündungshemmender Wirkstoff. Zusätzlich hemmt es die Blutplättchen, wodurch das Blut weniger schnell verklumpt. Eingesetzt wird es zum Beispiel bei Herzinfarkt, starken Schmerzen und Fieber, wenn Tabletten nicht geeignet sind. Es wird meistens als Injektion oder Infusion verabreicht.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Wenden Sie DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin nicht an, wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder verwandte Substanzen sind, bei bestimmten Vorerkrankungen wie Blutgerinnungsstörungen oder schweren Leber- und Nierenschäden. Informieren Sie Ihren Arzt über andere Medikamente, die Sie nehmen, und achten Sie auf besondere Vorsicht bei Kindern und in der Schwangerschaft. Bei Auffälligkeiten und Verdacht auf Nebenwirkungen holen Sie bitte sofort ärztlichen Rat ein.
Wie ist DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin einzunehmen?
DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin sollte immer nach Absprache mit dem Arzt oder medizinischem Fachpersonal eingenommen werden. Die Dosis wird individuell für Sie festgelegt und als Injektion oder Infusion verabreicht. Wichtig ist, die Behandlung genau nach Anweisung durchzuführen und bei Unsicherheiten medizinisches Personal zu fragen. Die Lösung muss frisch zubereitet und darf nur einmal verwendet werden.
Wie ist DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin aufzubewahren?
Bewahren Sie DL-Lysinacetylsalicylat·Glycin unzugänglich für Kinder und nicht über 25°C auf. Verwenden Sie das Medikament nicht mehr nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum. Beachten Sie auch die Hinweise zur Haltbarkeit nach dem Öffnen oder Anmischen. Lagern Sie das Arzneimittel immer sicher und trocken.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.