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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Dexamfetaminhemisulfat
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Dexamfetaminhemisulfat zählt zu den Wirkstoffen, die gezielt zur Behandlung von ADHS eingesetzt werden. Es verbessert die Aufmerksamkeit und hilft, Impulsivität zu verringern. In Deutschland ist es beispielsweise im Medikament Attentin® 10 mg/- 20 mg Tabletten enthalten. Die Nebenwirkungen von Dexamfetaminhemisulfat sollten vor der Anwendung stets beachtet werden.

Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Weniger Appetit
  • Weniger Gewichtszunahme oder langsameres Wachstum bei Kindern
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen
  • Nervosität

Häufig

  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzklopfen
  • Schneller Herzschlag
  • Bauchschmerzen
  • Unwohlsein
  • Erbrechen
  • Mundtrockenheit
  • Blutdruckveränderung (meist Erhöhung)
  • Gelenkschmerzen
  • Schwindel
  • Bewegungsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Unruhe
  • Verändertes Verhalten
  • Aggressivität
  • Angst
  • Traurige oder gedrückte Stimmung
  • Reizbarkeit

Selten

  • Schmerzen in der Brust
  • Unscharfes oder verschwommenes Sehen
  • Erweiterte Pupillen
  • Müdigkeit
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht
  • Wachstumsverzögerung (bei längerer Einnahme bei Kindern)

Sehr selten

  • Veränderungen in Bluttests (z. B. Leberwerte, Blutbild)
  • Verstärkte Blutungsneigung, kleine blaue Flecken (vor allem an den Beinen)
  • Herzstillstand
  • Tourette-Syndrom (unwillkürliche Bewegungen oder Laute)
  • Muskelkrämpfe
  • Epileptischer Anfall
  • Unkontrollierte Bewegungen
  • Gestörte Leberfunktion, auch Leberversagen
  • Koma
  • Hirnblutung
  • Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die nicht da sind)
  • Psychotische Reaktionen
  • Selbstmordversuch
  • Verschlimmerung bestehender Tics
  • Akute entzündliche Reaktionen der Haut oder Schleimhäute
  • Schuppige Hauterkrankungen
  • Hautausschlag nach Tabletteneinnahme
  • Entzündung oder Verschluss von Arterien im Gehirn

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Erkrankung des Herzmuskels
  • Herzinfarkt
  • Darmentzündung
  • Durchfall
  • Allergische Reaktion, darunter Schwellungen an Haut oder Schleimhäuten
  • Brustschmerzen
  • Sehr hohes Fieber
  • Plötzliche Todesfälle
  • Muskelerkrankung (z. B. Muskelzerfall)
  • Störungen der Koordination von Bewegungen
  • Benommenheit
  • Störung des Geschmackssinns
  • Konzentrationsstörung
  • Muskelreflexe verstärkt
  • Schlaganfall
  • Zittern
  • Verwirrtheit
  • Bewusstseinsstörung
  • Abhängigkeit von Drogen/Medikamenten
  • Gefühlsstörungen
  • Stimmungsveränderungen, Stimmungsschwankungen
  • Stärkeres Glücksgefühl
  • Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit
  • Verändertes sexuelles Lustempfinden
  • Angst in der Nacht
  • Zwangshandlungen
  • Panikattacken
  • Wahnvorstellungen
  • Ruhelosigkeit
  • Nierenschädigung
  • Impotenz
  • Schwitzen
  • Haarausfall
  • Taubheitsgefühl der Finger oder Zehen
  • Kribbeln und Farbveränderung der Finger und Zehen (weiß, blau, dann rot, v.a. bei Kälte)
  • Kreislaufversagen
  • Sehr hohe Körpertemperatur
  • Toxischer Stoffwechselstörung mit hohem Fieber, Überhitzung und Kreislaufversagen

Was ist Dexamfetaminhemisulfat?

Dexamfetaminhemisulfat ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung von ADHS verschrieben wird. Er fördert die Konzentration und hilft, überaktive und impulsive Verhaltensweisen zu verringern. Das Mittel wird eingesetzt, wenn andere Medikamente nicht ausreichend helfen. Es ist Teil eines umfassenden Behandlungsplans, zu dem auch psychologische und soziale Maßnahmen gehören.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Dexamfetaminhemisulfat niemals ohne ärztliche Rücksprache einzunehmen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Vorerkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychiatrische Störungen oder bekannte Allergien. Auch während der Einnahme sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn Sie schwanger sind, stillen oder bestimmte andere Medikamente einnehmen.

Wie ist Dexamfetaminhemisulfat einzunehmen?

Nehmen Sie Dexamfetaminhemisulfat immer genau wie vom Arzt verordnet ein. Die Tabletten können zu oder nach einer Mahlzeit mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Die Behandlung beginnt meist mit einer niedrigen Dosis, die langsam angepasst wird. Nehmen Sie die Tabletten jeden Tag zur gleichen Zeit ein und sprechen Sie bei Unsicherheit mit Ihrem Arzt.

Wie ist Dexamfetaminhemisulfat aufzubewahren?

Bewahren Sie Dexamfetaminhemisulfat außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie das Arzneimittel nicht über 30 °C und schützen Sie es vor Feuchtigkeit. Nutzen Sie das Medikament nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr. Entsorgen Sie Arzneimittel niemals im Abwasser, sondern fragen Sie in der Apotheke nach fachgerechter Entsorgung.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.