Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Daratumumab
Nebenwirkungen
Daratumumab ist ein moderner Wirkstoff zur Behandlung bestimmter Blut- und Krebserkrankungen, der gezielt abnorme Zellen angreift. Er wird insbesondere bei Erwachsenen mit multiplem Myelom und AL-Amyloidose eingesetzt. Sie finden Daratumumab in bekannten Präparaten wie DARZALEX® 1.800 mg Injektionslösung und DARZALEX® 20 mg/ml Konzentrat. Beachten Sie dabei insbesondere die möglichen Nebenwirkungen von Daratumumab.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Fieber
- Starke Müdigkeit oder Erschöpfung
- Durchfall
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Schlafprobleme
- Kopfschmerzen
- Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schmerzen durch Nervenschädigung
- Hautausschlag
- Muskelkrämpfe
- Gelenkschmerzen
- Schwellungen an Händen, Knöcheln oder Füßen
- Schwächegefühl
- Rückenschmerzen
- Lungenentzündung
- Bronchitis
- Infekte der Atemwege zum Beispiel Nase, Nebenhöhlen oder Hals
- Weniger rote Blutkörperchen (Blutarmut)
- Zu wenig weiße Blutkörperchen (Infektanfälligkeit)
- Zu wenig Blutplättchen (erhöhte Blutungsneigung)
- Niedriger Kaliumspiegel
- COVID-19
- Schüttelfrost
- Halsschmerzen oder Husten
- Übelkeit
- Erbrechen
- Juckende, laufende oder verstopfte Nase
- Atemnot oder andere Atemprobleme
Häufig
- Unregelmäßiger Herzschlag
- Flüssigkeit in der Lunge (Atemnot)
- Harnwegsinfektion
- Schwere Ganzkörperinfektion (Sepsis)
- Wenig Flüssigkeit im Körper (Dehydration)
- Hoher Blutzucker
- Niedriger Calciumspiegel
- Zu wenig Antikörper im Blut (schwächeres Immunsystem)
- Schwindel
- Ohnmacht
- Muskelschmerzen im Brustraum
- Juckreiz
- Ungewöhnliches Hautgefühl (zum Beispiel Kribbeln)
- Entzündete Bauchspeicheldrüse
- Hoher Blutdruck
- Beschwerden im Brustraum
- Schwindelgefühl oder Benommenheit
- Keuchende Atmung
- Reaktionen an der Injektionsstelle wie Rötung, Juckreiz, Schwellung, Schmerzen, Blutergüsse, Hautausschlag oder Blutungen
Gelegentlich
- Leberentzündung (Hepatitis)
- Bestimmte Herpesvirus-Infektion (Zytomegalievirus)
Selten
- Schwere allergische Reaktion (plötzliche Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Schluck- oder Atemprobleme, Ausschlag)
- Augenschmerzen
- Verschwommenes Sehen
Was ist Daratumumab?
Daratumumab ist ein Antikörper, der dazu entwickelt wurde, bestimmte Krebszellen im Blut gezielt zu erkennen und das Immunsystem bei deren Bekämpfung zu unterstützen. Es wird bei Erwachsenen mit multiplem Myelom und AL-Amyloidose eingesetzt. Diese Erkrankungen betreffen das Knochenmark und können die Organe belasten. Daratumumab hilft, die abnormen Zellen zu zerstören und so den Krankheitsverlauf zu verbessern.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Ihrem Arzt alle Allergien oder früheren starken Reaktionen auf Medikamente mitzuteilen. Daratumumab kann Infusionsreaktionen, eine Verminderung bestimmter Blutzellen und Veränderungen von Blutuntersuchungen verursachen. Informieren Sie Ihre Ärzte vor einer Bluttransfusion darüber, dass Sie Daratumumab erhalten. Melden Sie ungewöhnliche Symptome wie Atemnot, Fieber, Gelbfärbung der Haut oder starke Müdigkeit sofort. Für Frauen im gebärfähigen Alter ist eine sichere Verhütung während und einige Monate nach der Behandlung wichtig.
Wie ist Daratumumab einzunehmen?
Daratumumab wird Ihnen als Injektion unter die Haut, meist im Bauchbereich, von medizinischem Personal verabreicht. Die Behandlung erfolgt anfangs häufiger und später in größeren Abständen – Ihr Arzt bestimmt die genaue Vorgehensweise. Vor und nach der Verabreichung erhalten Sie zusätzlich Medikamente, um die Verträglichkeit zu verbessern. Haben Sie Ihre Termine im Blick und informieren Sie sich, falls Sie einen Behandlungstag verpassen.
Wie ist Daratumumab aufzubewahren?
Daratumumab wird im Krankenhaus oder in der Arztpraxis fachgerecht gelagert. Es muss im Kühlschrank, aber niemals eingefroren werden. Bewahren Sie das Medikament stets außerhalb der Reichweite von Kindern auf und geben Sie abgelaufene oder ungenutzte Reste immer an das Fachpersonal zurück, das für eine sichere Entsorgung sorgt.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.