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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Dalteparin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Dalteparin ist ein Wirkstoff, der zur Gruppe der niedermolekularen Heparine zählt und zur Vorbeugung und Behandlung von Blutgerinnseln, wie Thrombosen und Lungenembolien, eingesetzt wird. Er wird insbesondere bei und nach Operationen sowie bei bestimmten akuten Erkrankungen angewendet. Dalteparin ist unter anderem in bekannten Präparaten wie Fragmin® 4 ml Multidose oder Fragmin® D 2.500 I.E./ml enthalten. Wer Dalteparin verwendet, sollte die möglichen Nebenwirkungen von Dalteparin ebenso kennen wie seine sichere Anwendung.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • keine Angabe in den offiziellen Tabellen

Häufig

  • Blutungen an der Haut, Schleimhaut oder in inneren Organen
  • Leichter, vorübergehender Abfall der Zahl an Blutplättchen
  • Kleine Blutergüsse oder Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Erhöhung bestimmter Leberwerte

Gelegentlich

  • Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Atemnot, Übelkeit, Kopfschmerzen
  • Blut erbrechen
  • Verhärtung, Rötung oder Verfärbung an der Injektionsstelle

Selten

  • Starker allergischer Abfall der Blutplättchenzahl
  • Allergische Reaktionen, auch Schocksymptome
  • Blut im Stuhl
  • Schäden oder Verletzungen der Haut an der Einstichstelle, Haarausfall

Sehr selten

  • Schwere Blutungen, auch im Gehirn
  • Verengung von Blutgefäßen
  • Blutungen hinter dem Bauchfell
  • Blutungen im Bereich des Rückenmarks
  • Länger anhaltende, schmerzhafte Erektion beim Mann
  • Insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen: Elektrolytstörung (hoher Kaliumspiegel), Hormonmangel

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Ausschlag
  • Knochenschwund (Osteoporose) bei längerer Anwendung kann nicht ausgeschlossen werden
  • Sehr langsamer Herzschlag, niedriger Blutdruck
  • Blutungen am Rückenmark

Was ist Dalteparin?

Dalteparin ist ein Mittel, das die Blutgerinnung hemmt und so das Risiko für Blutgerinnsel verringert. Es wird verwendet, um Thrombosen und Lungenembolien vorzubeugen, besonders nach Operationen oder bei längerer Bettlägerigkeit. Auch bei Kindern kann Dalteparin zur Behandlung von bereits bestehenden Blutgerinnseln genutzt werden.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Wenden Sie Dalteparin nicht an, wenn Sie allergisch darauf reagieren, eine starke Neigung zu Blutungen oder schwere Gerinnungsstörungen haben. Informieren Sie Ihren Arzt über alle weiteren Medikamente und Erkrankungen, besonders bei Problemen mit Leber, Niere, Blutgerinnung oder Allergien. Bestimmte Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind möglich, Ihr Arzt wird die Therapie individuell überwachen. Schützen Sie sich besonders vor Verletzungen und informieren Sie unbedingt alle behandelnden Ärzte, dass Sie Dalteparin einnehmen.

Wie ist Dalteparin einzunehmen?

Dalteparin wird als Injektion unter die Haut verabreicht, meist einmal täglich zur gleichen Zeit. Sie können sich die Injektion nach Einweisung auch selbst geben. Die genaue Dosis und Dauer legt immer Ihr Arzt fest. Wechseln Sie die Einstichstellen regelmäßig, halten Sie sich genau an die Anweisungen und setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab. Bei Unsicherheiten oder vergessener Dosis wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wie ist Dalteparin aufzubewahren?

Bewahren Sie Dalteparin außerhalb der Reichweite von Kindern auf und nicht über 25°C. Verwenden Sie das Medikament nicht nach Ablauf des Verfallsdatums. Entsorgen Sie gebrauchte Spritzen und Restmengen in geeigneten Behältern und geben Sie sie wie empfohlen zurück in die Apotheke. Niemals mit dem Hausmüll oder Abwasser entsorgen.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.