Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Coffein
Nebenwirkungen
Coffein ist ein bekannter Wirkstoff, der das zentrale Nervensystem anregt und häufig zur Behandlung von Atemaussetzern bei Frühgeborenen eingesetzt wird. Er hilft dabei, die Atmung stabil zu halten, wenn das Atemzentrum noch nicht vollständig entwickelt ist. Coffein ist unter anderem in bekannten Präparaten wie Peyona 20 mg/ml Infusionslösung enthalten. Zu den wichtigsten Informationen gehören die möglichen Nebenwirkungen von Coffein, die Sie als Nutzer kennen sollten.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Häufig
- Entzündungen an der Stelle, an der das Medikament verabreicht wird
- Schneller Herzschlag
- Erhöhter Blutzuckerspiegel
Gelegentlich
- Krampfanfälle
- Unregelmäßiger Herzschlag
Selten
- Allergische Reaktionen
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Schwere Erkrankung des Darms mit blutigem Stuhl
- Blutvergiftung durch Infektion
- Niedriger Blutzucker, Wachstumsprobleme, Unverträglichkeit gegenüber Nahrung
- Reizbarkeit, Nervosität, Unruhe, Hirnschädigung
- Taubheitsgefühl
- Rückfluss von Mageninhalt, vermehrtes Verschlucken in die Atemwege
- Vermehrte Urinproduktion, erhöhte Natrium- und Calciumwerte im Urin
- Veränderungen bei Blutuntersuchungen (z. B. weniger Hämoglobin oder Schilddrüsenhormon)
Was ist Coffein?
Coffein ist ein Wirkstoff, der das zentrale Nervensystem anregt und vor allem zur Behandlung von Atemaussetzern bei Frühgeborenen verwendet wird. Er hilft, die Zahl der Atemaussetzer deutlich zu verringern. Coffein gehört zur Gruppe der sogenannten Methylxanthine, die die Atmung unterstützen.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Wenden Sie Coffein nicht an, wenn eine Allergie gegen Coffein oder andere Bestandteile vorliegt. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Probleme wie Krampfanfälle, Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen, häufiges Erbrechen oder Wachstumsprobleme bestehen. Achten Sie auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wie Theophyllin, Doxapram, Cimetidin oder bestimmten Mitteln gegen Pilzinfektionen oder Epilepsie. Während der Stillzeit sollten Sie auf zusätzliche coffeinhaltige Getränke oder Mittel verzichten.
Wie ist Coffein einzunehmen?
Coffein wird normalerweise unter ärztlicher Aufsicht, meist auf einer speziellen Kinderintensivstation, verabreicht. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht und wird vom Arzt festgelegt. Das Medikament wird als Infusion verabreicht, manchmal kann es auch eingenommen werden. Während der Behandlung überprüft der Arzt regelmäßig den Coffeinspiegel im Blut, um eine Überdosierung zu vermeiden.
Wie ist Coffein aufzubewahren?
Bewahren Sie Coffein außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Nutzen Sie das Medikament nicht mehr nach Ablauf des Verfalldatums. Es sind keine besonderen Lagerbedingungen notwendig, verwenden Sie angebrochene Ampullen sofort. Kontrollieren Sie die Lösung vor der Anwendung auf Verunreinigungen.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.