Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Citalopramhydrobromid
Nebenwirkungen
Citalopramhydrobromid ist ein bewährter Wirkstoff zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen. Es gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) und hilft, den Serotoninspiegel im Gehirn zu regulieren. Citalopramhydrobromid findet sich zum Beispiel in bekannten Arzneimitteln wie Citalopram dura 10 mg und Citalopram dura 20 mg Filmtabletten von Viatris Healthcare GmbH. Viele Menschen interessieren sich besonders für die Nebenwirkungen von Citalopramhydrobromid und wie sie die Behandlung beeinflussen können.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Müdigkeit oder Schläfrigkeit
- Schlafprobleme oder Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl oder Benommenheit
- Unruhe oder Nervosität
- Zittern
- schneller Herzschlag oder Herzklopfen
- Verstopfung
- Übelkeit
- trockener Mund
- vermehrtes Schwitzen
- Schwächegefühl
Häufig
- Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust
- Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen
- veränderte Träume
- Angst oder Verwirrtheit
- weniger Interesse an Sex
- Teilnahmslosigkeit
- Migräne
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl
- Schwierigkeiten beim Sehen, zum Beispiel Pupillenerweiterung
- Ohrgeräusche
- schneller oder langsamer Herzschlag, Gefühl von Ohnmacht beim Aufstehen
- Schnupfen
- Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, vermehrter Speichel, Durchfall
- Juckreiz
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Erektionsstörungen oder Orgasmusstörungen
- Müdigkeit, Gähnen
Gelegentlich
- gesteigerter Appetit oder Gewichtszunahme
- gesteigerte Stimmung
- mehr Verlangen nach Sex
- Angriffslust
- entfremdetes Gefühl gegenüber sich selbst
- Halluzinationen
- Bewusstlosigkeit
- Bewegungsstörungen
- langsamer Puls
- Husten
- auffällige Leberwerte
- Lichtempfindlichkeit der Haut, Ausschlag, Nesselsucht, Haarausfall
- rote Flecken auf der Haut
- verlängerte Monatsblutung
- Wassereinlagerungen
- allgemeines Unwohlsein
Selten
- unkontrollierbare Muskelbewegungen
- Fieber
- wenig Natrium im Blut
- blaue Flecken wegen Blutungen unter der Haut
- Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung der Haut oder Augen, heller Stuhl, dunkler Urin (Hinweise auf Leberprobleme, z. B. Hepatitis)
- stärkere allgemeine oder Magen-/Darmblutungen
- hohes Fieber, starke Erregung, Muskelzuckungen oder Verwirrtheit (Hinweise auf Serotonin-Syndrom)
- Ruhelosigkeit, Unfähigkeit still zu sitzen oder zu stehen (häufig zu Beginn der Behandlung)
- starke Wassereinlagerungen, die zu Schwäche, Müdigkeit oder Verwirrtheit führen können
Sehr selten
- Milchabsonderung aus der Brustdrüse (auch ohne Schwangerschaft)
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen oder Atemnot
- starke Herzrhythmusstörungen bis zur Ohnmacht
- Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid
- weniger Blutplättchen (erhöhte Blutungsneigung oder blaue Flecken)
- niedrige Kaliumwerte (führt zu Muskelschwäche oder Herzproblemen)
- Panikattacken
- Zähneknirschen im Schlaf
- Nasenbluten
- lange, schmerzhafte Erektion
- erhöhter Spiegel des Hormons Prolaktin
- unregelmäßige oder sehr starke Vaginalblutungen (auch kurz nach der Geburt)
- vermehrte Knochenbrüche
Was ist Citalopramhydrobromid?
Citalopramhydrobromid ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) und wird zur Behandlung von Depressionen sowie Panikstörungen eingesetzt. Er wirkt, indem er den Serotoninspiegel im Gehirn erhöht – ein Botenstoff, der bei Stimmung und Wohlbefinden eine wichtige Rolle spielt. Ihr Arzt verschreibt diesen Wirkstoff, wenn Sie unter depressiven Phasen oder Panikattacken leiden. Die Wirkung setzt oft erst nach einigen Wochen deutlich ein.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Citalopramhydrobromid nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder bestimmte andere Medikamente, zum Beispiel MAO-Hemmer oder Herzarzneien, einnehmen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie an Epilepsie, Leber- oder Nierenerkrankungen oder Herzproblemen leiden. Auch bei Diabetes, Blutungsneigung oder Problemen mit den Augen sollten Sie vor Beginn der Behandlung Rücksprache halten. Beenden Sie die Einnahme niemals plötzlich und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Symptome wie Verwirrtheit, starke Ruhelosigkeit oder Herzprobleme bemerken.
Wie ist Citalopramhydrobromid einzunehmen?
Nehmen Sie Citalopramhydrobromid immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein – meist ein- bis zweimal täglich, möglichst zur gleichen Zeit. Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten und mit etwas Wasser eingenommen werden. Ändern Sie die Dosierung nicht eigenständig und setzen Sie das Medikament nie plötzlich ab, sondern reduzieren Sie die Dosis unter ärztlicher Aufsicht langsam. Bei Überdosierung oder starken Nebenwirkungen suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe.
Wie ist Citalopramhydrobromid aufzubewahren?
Bewahren Sie Citalopramhydrobromid immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Es sind keine besonderen Lagerungsbedingungen nötig, achten Sie aber darauf, das Arzneimittel nicht nach Ablauf des Verfallsdatums zu verwenden. Entsorgen Sie nicht benötigte Tabletten umweltschonend, zum Beispiel über die Apotheke, nicht über das Abwasser.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.