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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Brinzolamid
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Brinzolamid ist ein bewährter Wirkstoff zur Senkung des Augeninnendrucks, eingesetzt vor allem bei erhöhtem Druck oder Glaukom. Er trägt dazu bei, Ihr Sehvermögen zu schützen. Brinzolamid ist in Augentropfen enthalten, wie sie in bekannten Präparaten wie AZOPT® 10 mg/ml Augentropfensuspension der Novartis Pharma GmbH zur Verfügung stehen. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu Wirkung, Anwendung und den wichtigsten Nebenwirkungen von Brinzolamid.

Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufig

  • Das Sehen ist vorübergehend verschwommen
  • Reizung, Brennen oder Schmerzen im Auge
  • Das Auge ist gerötet, tränt oder fühlt sich trocken an
  • Augenausfluss
  • Juckreiz am Auge
  • Ungewöhnliche Empfindungen im Auge
  • Unangenehmer Geschmack im Mund

Gelegentlich

  • Das Auge ist lichtempfindlich
  • Entzündung oder Infektion der Bindehaut
  • Anschwellen, Jucken oder Rötung des Augenlids
  • Ablagerungen oder Verkrustung am Auge oder Lid
  • Mehr Tränen oder müde Augen
  • Brennen, Blenden oder Farbveränderungen am Auge
  • Herzklopfen, schneller oder unregelmäßiger Puls, niedriger Puls
  • Kurzatmigkeit, erschwerte Atmung, Husten
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Schwäche, Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit oder Übelkeit
  • Bauchschmerzen, häufigerer Stuhlgang, Durchfall, Blähungen
  • Rückenschmerzen, Muskel- oder Nierenschmerzen
  • Schnupfen, Halskratzen oder Halsschmerzen
  • Ausschlag, Juckreiz oder Pickelchen auf der Haut
  • Trockener Mund, Fremdgefühl im Mund
  • Depressive Verstimmung, Nervosität, Alpträume
  • Erektionsprobleme, weniger Lustgefühl

Selten

  • Geschwollene, trockene oder schmerzende Hornhaut
  • Doppeltsehen oder schlechteres Sehen
  • Lichtblitze oder Veränderungen des Sichtfeldes
  • Druckgefühl ums Auge, Schädigung des Augennervs
  • Gedächtnisprobleme, Verwirrtheit, Reizbarkeit
  • Schläfrigkeit, Schlafprobleme
  • Brustschmerzen
  • Verstopfte Nase oder Nebenhöhlen
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Haarausfall
  • Starker allgemeiner Juckreiz
  • Körperliche Schwäche

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Veränderungen oder Rötung an den Augenlidern
  • Hornhauterkrankungen
  • Sehstörungen
  • Augenallergie
  • Verringerte oder weniger Wimpern
  • Verstärkte Allergiesymptome
  • Schwächere Berührungsempfindlichkeit, Taubheitsgefühl
  • Zuckungen
  • Wenig oder kein Geschmackssinn
  • Schwankender Blutdruck, Herzrasen
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
  • Asthma
  • Schmerzen in Armen oder Beinen
  • Hautausschlag oder Rötung, Juckreiz, Entzündung
  • Auffälliger Leberwert
  • Geschwollene Arme oder Beine
  • Häufiges Wasserlassen, Appetitverlust, allgemeines Unwohlsein
  • Schwere allergische Hautreaktionen mit Blasen und Schleimhautgeschwüren (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische Hautschädigung)

Was ist Brinzolamid?

Brinzolamid gehört zu den Carboanhydrasehemmern und hilft, den erhöhten Augeninnendruck zu senken. Das verringert das Risiko, an Grünem Star (Glaukom) zu erkranken oder einen Sehverlust zu erleiden. Die Einnahme erfolgt meist als Augentropfen, die Ihr Sehvermögen schützen sollen.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Wenden Sie Brinzolamid nicht an, wenn Sie schwere Nierenprobleme oder bekannte Allergien gegen diesen Wirkstoff oder Sulfonamide haben. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie andere Medikamente einnehmen, starke Hautreaktionen hatten oder schwanger sind. Sie sollten während der Behandlung mit Brinzolamid keine Kontaktlinsen tragen und diese erst 15 Minuten nach der Anwendung wieder einsetzen. Nach dem Tropfen kann die Sicht vorübergehend verschwommen sein – warten Sie dann mit dem Autofahren.

Wie ist Brinzolamid einzunehmen?

Verwenden Sie Brinzolamid immer, wie Ihr Arzt es empfiehlt – in der Regel morgens und abends einen Tropfen ins betroffene Auge. Waschen Sie vor der Anwendung die Hände, schütteln Sie die Flasche und vermeiden Sie, dass die Tropferspitze das Auge oder andere Oberflächen berührt. Ist ein Tropfen daneben gegangen, tropfen Sie einfach nach. Halten Sie mindestens 5 Minuten Abstand zu anderen Augentropfen. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne ärztlichen Rat ab, da sonst der Augeninnendruck steigen kann.

Wie ist Brinzolamid aufzubewahren?

Lagern Sie Brinzolamid außerhalb der Reichweite von Kindern. Nach dem ersten Öffnen dürfen Sie die Augentropfen nur vier Wochen verwenden, dann sollten Sie diese entsorgen. Beachten Sie das Verfallsdatum und bewahren Sie das Mittel kühl und trocken auf. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tropfen umweltgerecht oder fragen Sie Ihren Apotheker.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.