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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Bosentan
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Bosentan ist ein Arzneimittel, das gezielt bei bestimmten Formen von Bluthochdruck in den Lungengefäßen eingesetzt wird. Es zählt zu den sogenannten Endothelin-Rezeptor-Antagonisten und hilft, die Blutgefäße zu erweitern und die Herzbelastung zu verringern. Der Wirkstoff wird in bekannten Präparaten wie Bosentan HEXAL 125mg oder Tracleer 32 mg angeboten. Informieren Sie sich hier umfassend zu Anwendungsgebieten, genauer Dosierung und den wichtigsten Nebenwirkungen von Bosentan.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Kopfschmerzen
  • Schwellungen an Beinen und Füßen (Wassereinlagerungen)
  • Veränderte Leberwerte (regelmäßige Kontrollen erforderlich)

Häufig

  • Rötung der Haut
  • Juckreiz und Hautausschlag
  • Allergische Hautreaktionen
  • Sodbrennen oder saures Aufstoßen
  • Durchfall
  • Ohnmacht
  • Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Niedriger Blutdruck
  • Verstopfte Nase

Gelegentlich

  • Verminderte Anzahl von Blutplättchen
  • Weniger weiße Blutkörperchen
  • Leberentzündung mit erhöhten Leberwerten, eventuell Gelbsucht

Selten

  • Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie)
  • Schwellung im Gesicht oder Hals (z. B. an Augen, Lippen, Zunge, Rachen)
  • Verhärtung oder narbige Veränderung der Leber (Leberzirrhose)
  • Leberversagen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Verschwommenes Sehen

Was ist Bosentan?

Bosentan ist ein Medikament, das Ihre Blutgefäße in der Lunge erweitert und damit den Blutdruck in diesen Gefäßen senkt. Es wird vor allem zur Behandlung des Lungenhochdrucks (pulmonal arterielle Hypertonie) angewendet, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und Symptome zu lindern. Zudem kann Bosentan bei erwachsenen Patienten mit bestimmten Geschwüren an Fingern oder Zehen eingesetzt werden. Der Wirkstoff hilft so, das Herz zu entlasten und Beschwerden zu verringern.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Bosentan nicht einzunehmen, wenn Sie Leberprobleme haben, schwanger sind oder gegen den Wirkstoff allergisch reagieren. Ihr Arzt wird vor und während der Behandlung regelmäßig Ihre Leberwerte sowie Ihr Blut kontrollieren, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Informieren Sie Ihren Arzt immer über andere Medikamente, die Sie einnehmen, und beachten Sie, dass Bosentan die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel beeinträchtigen kann. Verzichten Sie auf die Einnahme in der Schwangerschaft und informieren Sie Ihren Arzt bei Anzeichen wie starker Müdigkeit, Gelbfärbung der Haut oder dunklem Urin.

Wie ist Bosentan einzunehmen?

Nehmen Sie Bosentan immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein, meist morgens und abends. Sie können die Tabletten mit oder ohne Mahlzeit schlucken oder bei Bedarf in etwas Wasser auflösen. Falls Sie einmal eine Einnahme vergessen, holen Sie diese baldmöglichst nach und setzen Sie dann wie gewohnt fort. Beenden Sie die Behandlung niemals eigenmächtig, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt. Kinder erhalten eine an das Körpergewicht angepasste Dosierung.

Wie ist Bosentan aufzubewahren?

Bewahren Sie Bosentan für Kinder unzugänglich auf und lagern Sie es nicht über 25°C. Geteilte Tabletten zur Suspension sollten innerhalb von 7 Tagen verbraucht werden. Nutzen Sie das Präparat nicht mehr nach dem Ablaufdatum und entsorgen Sie es umweltgerecht, zum Beispiel über Ihre Apotheke.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.