Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Biperiden
Nebenwirkungen
Biperiden ist ein bewährter Wirkstoff, der vor allem zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt wird. Er hilft, Bewegungsstörungen zu lindern, die durch gestörte Signalübertragungen bei Nerven und Muskeln entstehen. Biperiden findet sich zum Beispiel in bekannten Präparaten wie Akineton® 2 mg Tabletten oder Akineton® 4 mg Retardtabletten von der DESMA GmbH. Die möglichen Nebenwirkungen von Biperiden sollten vor der Anwendung sorgfältig beachtet werden.
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Wirkstoffgruppe: Parkinson-Therapeutika
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Selten
- Unruhe und Angst
- Verwirrtheit und Sinnestäuschungen (Halluzinationen)
- Schlaflosigkeit
- Störungen des Schlafs
- Müdigkeit und Schwindel
- Gedächtnisprobleme
- Schneller Herzschlag
- Trockener Mund
- Magenbeschwerden und Übelkeit
- Muskelzuckungen
- Benommenheit
Sehr selten
- Allergische Reaktionen
- Nervosität und Euphorie (unnatürlich gute Stimmung)
- Kopfschmerzen und unwillkürliche Bewegungen
- Probleme mit der Koordination und Sprache
- Erhöhte Krampfneigung und Krampfanfälle
- Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit
- Weite Pupillen
- Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom möglich)
- Langsamer Herzschlag
- Verstopfung
- Weniger Schwitzen
- Hautausschläge
- Probleme beim Wasserlassen oder Harnverhalt (besonders bei Prostatavergrößerung)
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Schwellung oder Entzündung der Speicheldrüsen
Was ist Biperiden?
Biperiden gehört zu den sogenannten Anticholinergika und wird zur Behandlung von Parkinson oder durch Medikamente verursachten Bewegungsstörungen eingesetzt. Es wirkt auf die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln und lindert dadurch Beschwerden wie Zittern oder Bewegungsprobleme.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Nehmen Sie Biperiden nicht ein, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder bestimmte Vorerkrankungen wie grüner Star, Darmverschluss oder starke Magen-Darm-Probleme haben. Informieren Sie Ihren Arzt über andere Medikamente, die Sie nehmen, da Wechselwirkungen möglich sind. Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol und lassen Sie bei bestimmten Erkrankungen Ihre Augen regelmäßig kontrollieren. Die Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion wird nicht empfohlen.
Wie ist Biperiden einzunehmen?
Nehmen Sie Biperiden immer so ein, wie Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt. Die Dosis wird individuell angepasst und sollte langsam gesteigert werden. Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, am besten während oder nach einer Mahlzeit, eingenommen. Setzen Sie das Medikament nicht plötzlich ab, sondern sprechen Sie immer erst mit Ihrem Arzt. Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese nicht doppelt nach.
Wie ist Biperiden aufzubewahren?
Bewahren Sie Biperiden an einem für Kinder unzugänglichen Ort auf. Das Medikament benötigt keine besonderen Lagerungsbedingungen, sollte aber nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden. Entsorgen Sie es nicht einfach im Abwasser, sondern fragen Sie Ihre Apotheke nach der richtigen Entsorgung.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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