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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Azithromycin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Azithromycin ist ein bewährtes Antibiotikum zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen. Es wird häufig eingesetzt bei Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen sowie bestimmten Geschlechtskrankheiten. Im Handel ist Azithromycin in bekannten Präparaten wie Azithromycin 250-1A Pharma Filmtabletten oder Azithromycin 500-1A Pharma Filmtabletten erhältlich. Wie bei jedem Antibiotikum sollten Sie vor allem die Nebenwirkungen von Azithromycin kennen.

Wirkstoffgruppe: Antibiotika (Makrolide)
Anwendung: Behandlung von durch Azithromycin-empfindliche Erreger verursachten Infektionen, zum Beispiel leichte bis mittelschwere Lungenentzündung, akute Bronchitis-Verschlechterung, akute Sinusitis, Mandel-, Rachen- und Mittelohrentzündung, Haut- und Weichteilinfektionen sowie unkomplizierte Genitalinfektionen durch Chlamydia trachomatis
Darreichung: Filmtabletten
Rezept: Ja
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Blähungen

Häufig

  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • Veränderter Geschmack
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl
  • Sehstörungen
  • Hörverlust
  • Sodbrennen, Aufstoßen
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit
  • Veränderte Blutwerte
  • Übersäuerung des Blutes

Gelegentlich

  • Pilzinfektionen (Mund, Rachen, Nase, Lunge, Darm, Scheide)
  • Weniger weiße Blutkörperchen
  • Schwellungen, allergische Reaktionen
  • Appetitverlust
  • Nervosität, Schlafprobleme
  • Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche
  • Herzklopfen
  • Schwitzen, Hitzewallungen
  • Atemnot, Nasenbluten
  • Verstopfung, Verdauungsprobleme
  • Mundtrockenheit
  • Entzündungen der Haut, Nesselsucht, Schwitzen
  • Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Hauterkrankung)
  • Muskel-, Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Zwischenblutungen
  • Schwellungen am Körper
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Abnorme Laborwerte
  • Lichtempfindlichkeit
  • Leberfunktionsstörung
  • Verringerte Empfindlichkeit

Selten

  • Reizbarkeit
  • Gelbsucht
  • Unruhe
  • Hautausschlag mit kleinen Pusteln
  • Späte allergische Reaktion mit Hautausschlag und Schwellungen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Weniger rote Blutkörperchen (Blässe, Schwäche, Atemnot)
  • Weniger Blutplättchen (Risiko für Blutungen, blaue Flecken)
  • Schwere allergische Reaktion (z. B. Schwellungen, Atemnot)
  • Aggression, Angst, starke Verwirrung, Halluzinationen
  • Ohnmacht, Krampfanfälle, starke Unruhe
  • Geruchs- und Geschmacksverlust
  • Muskelschwäche
  • Herzrhythmusstörungen
  • Niedriger Blutdruck
  • Verfärbungen der Zunge oder der Zähne
  • Leberversagen, schwere Leberentzündung
  • Nierenversagen oder Nierenentzündung
  • Schwere Hautreaktionen (z. B. toxische Hautablösungen)
  • Vielgestaltige Hautrötungen

Was ist Azithromycin?

Azithromycin ist ein Antibiotikum, das bakterielle Infektionen behandelt. Es wird unter anderem bei Infektionen der Atemwege, der Ohren, der Haut sowie bei bestimmten Geschlechtskrankheiten eingesetzt. Der Wirkstoff kann nur gegen bakterielle, nicht gegen virale Erkrankungen helfen. Ihr Arzt entscheidet, ob Azithromycin für Sie geeignet ist.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Azithromycin nicht ein, wenn Sie gegen den Wirkstoff oder bestimmte andere Antibiotika allergisch sind. Informieren Sie Ihren Arzt über bestehende Leber-, Nieren-, Herz- oder Muskelerkrankungen oder andere Medikamente, die Sie einnehmen. Während der Behandlung können allergische Reaktionen oder schwere Nebenwirkungen auftreten – suchen Sie dann sofort ärztliche Hilfe auf. Achten Sie zudem auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.

Wie ist Azithromycin einzunehmen?

Nehmen Sie Azithromycin immer nach Anweisung Ihres Arztes – meist einmal täglich über drei oder fünf Tage, je nach Infektion. Die Dosierung hängt vom Alter, Körpergewicht und der Art der Erkrankung ab. Brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, auch wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Sie eine Dosis vergessen, holen Sie sie so bald wie möglich nach, nehmen Sie aber nie die doppelte Menge ein.

Wie ist Azithromycin aufzubewahren?

Bewahren Sie Azithromycin für Kinder unzugänglich auf und lagern Sie das Medikament wie auf der Verpackung angegeben – meist nicht über 30 °C bzw. nach Zubereitung nicht über 25 °C. Die fertige Suspension dürfen Sie nach 5 Tagen nicht mehr verwenden. Entsorgen Sie Reste und abgelaufene Medikamente umweltgerecht, z.B. über Ihre Apotheke.

Wichtige Wechselwirkungen

Azithromycin darf nicht zusammen mit Mutterkornalkaloiden (Ergot-Alkaloiden) eingenommen werden, weil sich Vergiftungserscheinungen dadurch schneller entwickeln können. Vorsicht ist auch bei Arzneimitteln geboten, die das QT-Intervall verlängern können, zum Beispiel bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Procainamid, Dofetilid, Amiodaron oder Sotalol. Ebenfalls genannt werden Hydroxychloroquin, Cisaprid, Terfenadin, Pimozid, Citalopram sowie Fluorchinolone wie Moxifloxacin und Levofloxacin. Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen. Wenn Sie solche Mittel einnehmen, sollte Ihr Arzt die Kombination genau prüfen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Zeichen einer schweren allergischen Reaktion auftreten, zum Beispiel Atemnot, Schluck- oder Sprechschwierigkeiten, Schwellungen im Gesicht oder Hals, starker Schwindel oder ein Kollaps. Auch ein schwerer Hautausschlag mit Blasenbildung oder Entzündungen an Augen, Mund oder Geschlechtsorganen ist ein Notfall. Gehen Sie möglichst umgehend zum Arzt, wenn Sie heftigen, langanhaltenden oder blutigen Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber bekommen. Ebenfalls rasch ärztlich abklären lassen sollten Sie Gelbfärbung der Haut oder Augen, unregelmäßigen oder beschleunigten Herzschlag, ungewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen sowie Probleme mit der Nierenfunktion.

Steckbrief: Azithromycin

Wirkstoffgruppe
Makrolid-Antibiotikum
Anwendungsgebiet
Behandlung von durch Azithromycin-empfindliche Erreger verursachten Infektionen, zum Beispiel leichte bis mittelschwere Lungenentzündung, akute Bronchitis-Verschlechterung, akute Sinusitis, Mandel-, Rachen- und Mittelohrentzündung, Haut- und Weichteilinfektionen sowie unkomplizierte Genitalinfektionen durch Chlamydia trachomatis
Darreichungsform
Filmtabletten
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Durchfall

Häufige Fragen

Was ist Azithromycin?

Azithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Es hemmt das Wachstum empfindlicher Bakterien.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wofür wird Azithromycin angewendet?

Azithromycin wird zur Behandlung bestimmter Infektionen eingesetzt, die durch Azithromycin-empfindliche Erreger hervorgerufen sind, zum Beispiel bei Lungenentzündung, Bronchitis-Verschlechterung, Sinusitis, Mandel-, Rachen- und Mittelohrentzündung, Haut- und Weichteilinfektionen sowie unkomplizierten Genitalinfektionen durch Chlamydia trachomatis.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wer darf Azithromycin nicht einnehmen?

Azithromycin darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Azithromycin, Erythromycin, andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Auch bei einer QT-Verlängerung, bestimmten Herzproblemen, gestörtem Elektrolythaushalt, gleichzeitiger Anwendung von Ergot-Alkaloiden oder bestimmten anderen Arzneimitteln ist es laut Fachinformation nicht geeignet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkung tritt am häufigsten auf?

Die häufigste Nebenwirkung ist Durchfall. Er wird in der Fachinformation als sehr häufig beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche schweren Nebenwirkungen sollte ich ernst nehmen?

Sofort ärztlich abklären lassen sollten Sie Zeichen einer schweren allergischen Reaktion, heftigen oder blutigen Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber, Gelbfärbung der Haut oder Augen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Nierenprobleme, Hautausschlag nach Sonnenlicht sowie unregelmäßigen oder beschleunigten Herzschlag.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Azithromycin die Leber belasten?

Ja. Bei schwerwiegenden Lebererkrankungen oder Leberfunktionsstörungen soll Azithromycin mit Vorsicht angewendet werden. Wenn Symptome einer eingeschränkten Leberfunktion auftreten, zum Beispiel rasch fortschreitende Erschöpfung zusammen mit Gelbsucht, dunklem Urin oder Blutungsneigung, soll der Arzt Leberfunktionstests durchführen und die Behandlung gegebenenfalls abbrechen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Arzneimittel können mit Azithromycin problematisch sein?

Problematisch sind unter anderem Ergot-Alkaloide sowie Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern können. Dazu zählen bestimmte Antiarrhythmika, Hydroxychloroquin, Cisaprid, Terfenadin, Pimozid, Citalopram und einige Fluorchinolone wie Moxifloxacin und Levofloxacin.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

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Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.