Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Axitinib
Nebenwirkungen
Axitinib ist ein moderner Wirkstoff zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs. Durch seine gezielte Wirkung hemmt Axitinib die Blutversorgung des Tumors und kann so das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Der Wirkstoff wird in bekannten Präparaten wie Inlyta® 1 mg, 3 mg, 5 mg, 7 mg Filmtabletten von PFIZER PHARMA GmbH eingesetzt. Informieren Sie sich hier ausführlich über die möglichen Nebenwirkungen von Axitinib und alles Wichtige zur richtigen Einnahme.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Bluthochdruck
- Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, wunde Stellen im Mund oder Rachen, Verstopfung
- Atemnot, Husten, Heiserkeit
- Erschöpfung, Schwächegefühl
- Schilddrüsenunterfunktion
- Rötung und Schwellung an Handflächen und Fußsohlen, Hautausschlag, trockene Haut
- Gelenkschmerzen, Schmerzen in Händen oder Füßen
- Appetitlosigkeit
- Eiweiß im Urin
- Gewichtsverlust
- Kopfschmerzen, Geschmacksveränderungen oder Geschmacksverlust
Häufig
- Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung)
- Nierenprobleme
- Blähungen, Hämorrhoiden, Zahnfleischbluten, Blut im Stuhl, Brennen oder Stechen im Mund
- Schilddrüsenüberfunktion
- Hals- oder Nasenschmerzen, Reizung im Rachen
- Muskelschmerzen
- Nasenbluten
- Juckende oder gerötete Haut, Haarausfall
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Weniger rote Blutkörperchen (Anämie)
- Weniger Blutplättchen, was die Blutgerinnung beeinträchtigt
- Rote Blutkörperchen im Urin
- Veränderte Blutwerte bei Laboruntersuchungen
- Mehr rote Blutkörperchen im Blut
- Schwellungen an Bauch, Beinen oder Knöcheln, hervortretende Halsvenen, starke Müdigkeit, Kurzatmigkeit (Hinweise auf Herzschwäche)
- Fistelbildung (ungewöhnliche Verbindung zwischen Organen)
- Schwindelgefühl
- Entzündung der Gallenblase
Gelegentlich
- Weniger weiße Blutkörperchen, was die Infektabwehr schwächt
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Ausweitung oder Schwächung einer Gefäßwand bzw. Einriss in ein Blutgefäß (Aneurysma oder Dissektion)
Was ist Axitinib?
Axitinib ist ein Wirkstoff, der das Tumorwachstum hemmen kann, indem er die Blutversorgung des Tumors verringert. Er wird bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenkrebs angewendet, wenn andere Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Axitinib kann dabei helfen, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie mehr über die Wirkung wissen möchten.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie vor Beginn der Therapie auf bestehende Allergien, Bluthochdruck, Schilddrüsen- und Leberprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen, da Wechselwirkungen möglich sind. Axitinib darf in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht genommen werden. Vermeiden Sie Grapefruit(zubereitungen) während der Einnahme und beachten Sie Hinweise zu Verhütung sowie zur Teilnahme am Straßenverkehr.
Wie ist Axitinib einzunehmen?
Nehmen Sie Axitinib immer wie vom Arzt verordnet ein, meist zweimal täglich. Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser, mit oder ohne Nahrung, eingenommen. Falls Sie eine Dosis vergessen, holen Sie sie nicht nach, sondern nehmen Sie die nächste wie gewohnt ein. Wenden Sie sich bei Unsicherheiten oder Problemen immer an Ihren Arzt.
Wie ist Axitinib aufzubewahren?
Bewahren Sie Axitinib unzugänglich für Kinder auf. Benutzen Sie das Medikament nicht nach Ablauf des angegebenen Verfallsdatums. Es gibt keine besonderen Lagerungshinweise. Beschädigte Packungen sollten Sie entsorgen – fragen Sie dazu Ihren Apotheker.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.