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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Apremilast
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Apremilast ist ein moderner Wirkstoff, der gezielt bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Psoriasis und Psoriasis-Arthritis eingesetzt wird. Er hilft, Entzündungen im Körper zu bremsen und Symptome zu lindern. Apremilast ist in bekannten Präparaten wie Otezla 10 mg/-20 mg/-30 mg Filmtabletten von AMGEN GmbH verfügbar. Patientinnen und Patienten interessieren sich besonders für mögliche Nebenwirkungen von Apremilast.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Erkältungen, Schnupfen oder Infektionen der oberen Atemwege

Häufig

  • Husten
  • Rückenschmerzen
  • Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Magenschmerzen
  • Wenig Appetit
  • Häufigerer Stuhlgang
  • Schlafprobleme
  • Sodbrennen oder Verdauungsbeschwerden
  • Bronchitis (Entzündung der Atemwege)
  • Grippaler Infekt
  • Depressive Verstimmung
  • Migräne
  • Spannungskopfschmerzen

Gelegentlich

  • Hautausschlag
  • Nesselsucht (juckende Hautflecken)
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Allergische Reaktionen
  • Blutungen im Magen-Darm-Bereich
  • Suizidgedanken oder suizidales Verhalten

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Schwere allergische Reaktion mit Schwellungen im Gesicht oder Hals, die das Atmen erschweren können

Was ist Apremilast?

Apremilast ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phosphodiesterase-4-Hemmer und wirkt entzündungshemmend. Er wird für Erwachsene mit Psoriasis-Arthritis, mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis und bei bestimmten Formen des Behçet-Syndroms eingesetzt. Auch Kinder ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht ab 20 kg können Apremilast bei Plaque-Psoriasis erhalten, wenn eine systemische Therapie nötig ist. Das Medikament lindert Entzündung, Schmerzen und andere Beschwerden der genannten Erkrankungen und kann die Lebensqualität verbessern.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Apremilast nicht ein, wenn Sie allergisch auf den Wirkstoff reagieren, schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermuten. Informieren Sie vor Beginn Ihren Arzt über Depressionen oder Suizidgedanken. Achten Sie zudem auf starke Verdauungsprobleme, unbeabsichtigten Gewichtsverlust oder schwere Nierenprobleme. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente – auch pflanzlicher Mittel – sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Während der Behandlung sollten Sie eine sichere Verhütung nutzen und in der Stillzeit das Medikament nicht einnehmen.

Wie ist Apremilast einzunehmen?

Nehmen Sie Apremilast immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Die Behandlung startet meist mit einer schrittweisen Dosiserhöhung. Für Erwachsene beträgt die Erhaltungsdosis in der Regel zweimal täglich 30 mg. Kinder und Jugendliche bekommen je nach Körpergewicht eine angepasste Dosis. Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Versuchen Sie, das Medikament täglich um die gleiche Uhrzeit einzunehmen. Falls Sie eine Einnahme vergessen, holen Sie sie nach oder warten bis zum nächsten regulären Zeitpunkt.

Wie ist Apremilast aufzubewahren?

Bewahren Sie Apremilast außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie das Medikament nicht über 30 °C und beachten Sie das Verfallsdatum auf der Verpackung. Verwenden Sie es nicht, wenn die Packung beschädigt ist. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tabletten umweltgerecht – Ihr Apotheker hilft Ihnen dabei.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.