Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Anidulafungin
Nebenwirkungen
Anidulafungin ist ein spezieller Wirkstoff zur Behandlung schwerer Pilzinfektionen, die das Blut oder innere Organe betreffen. Es gehört zur Gruppe der Echinocandine und wird häufig dann eingesetzt, wenn andere Therapien nicht ausreichen. Zum Beispiel ist Anidulafungin im Medikament ECALTA® 100 mg Pulver von PFIZER PHARMA GmbH enthalten. Wer dieses Arzneimittel erhält, sollte sich auch über die möglichen Nebenwirkungen von Anidulafungin bewusst sein.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Niedrige Kaliumwerte im Blut
- Durchfall
- Übelkeit
Häufig
- Krämpfe oder epileptische Anfälle
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Veränderte Leberwerte
- Hautausschlag, Juckreiz
- Veränderte Nierenwerte
- Verminderter Gallenfluss
- Hohe Blutzuckerwerte
- Bluthochdruck
- Niedriger Blutdruck
- Plötzliche Muskelanspannung rund um die Atemwege (führt evtl. zu Husten oder Atemnot)
- Atemnot
Gelegentlich
- Störungen der Blutgerinnung
- Hautrötung
- Hitzewallungen
- Magenschmerzen
- Nesselsucht
- Schmerzen an der Injektionsstelle
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Lebensbedrohliche allergische Reaktionen (mit Symptomen wie Atemproblemen, Husten oder Hautausschlag)
Was ist Anidulafungin?
Anidulafungin ist ein Wirkstoff zur Behandlung schwerer Pilzinfektionen, wie sie zum Beispiel im Blut oder an inneren Organen auftreten können. Es wird bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen ab 1 Monat angewendet. Anidulafungin hemmt das Wachstum von Hefepilzen (Candida) und unterstützt so Ihr Immunsystem bei der Bekämpfung der Infektion.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Anidulafungin nicht zu verwenden, wenn Sie allergisch auf diesen Wirkstoff oder andere Echinocandine reagieren. Ihr Arzt wird eventuell Ihre Leberfunktion oder Reaktionen während der Behandlung regelmäßig kontrollieren. Schwangere sollten Anidulafungin nur nach Rücksprache oder bei zwingender Notwendigkeit anwenden.
Wie ist Anidulafungin einzunehmen?
Sie erhalten Anidulafungin immer als Infusion, das heißt als Tropf direkt in eine Vene und ausschließlich durch medizinisches Fachpersonal. Die Dosierung und die Dauer der Behandlung legt der Arzt individuell für Sie fest. Auch Ihr Gesundheitszustand wird dabei regelmäßig überwacht. Falls Sie eine Dosis versäumen oder zu viel erhalten, informiert das medizinische Personal Sie über die nächsten Schritte.
Wie ist Anidulafungin aufzubewahren?
Lagern Sie Anidulafungin unzugänglich für Kinder und verwenden Sie es nicht nach dem Ablaufdatum. Bewahren Sie das Pulver im Kühlschrank zwischen 2 und 8°C auf. Nach dem Anmischen sollte die Lösung innerhalb Deutschlands zeitnah infundiert oder entsprechend den Vorgaben aufbewahrt werden.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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