Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Alprostadil
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Alprostadil ist ein Wirkstoff, der gezielt bei Erektionsstörungen eingesetzt wird und die Durchblutung im Schwellkörper verbessert. Durch seine gefäßerweiternde Wirkung ermöglicht Alprostadil betroffenen Männern eine bessere Erektion und wird häufig auch zur diagnostischen Abklärung genutzt. Bekannt ist der Wirkstoff aus Präparaten wie CAVERJECT® oder MINPROG®. Die Nebenwirkungen von Alprostadil sollten vor der Anwendung sorgfältig beachtet werden.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Schmerzen im Penis

Häufig

  • Vermehrtes Bindegewebe oder Verhärtung im Penis (z. B. Verkrümmung, Knötchen, Peyronie-Krankheit)
  • Blutergüsse oder kleine Blutungen an der Einstichstelle
  • Verlängerte Erektion, die zwischen 4 und 6 Stunden andauert

Gelegentlich

  • Pilzinfektionen, Infektionen der oberen Atemwege
  • Taubheitsgefühl oder veränderte Empfindlichkeit im Penis, gesteigerte Penisempfindlichkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle
  • Erweiterte Pupillen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen der Beine oder Arme
  • Übelkeit, trockener Mund
  • Ausschlag, Juckreiz, Rötung oder vermehrtes Schwitzen
  • Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe in den Beinen
  • Bluten aus der Harnröhre, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang
  • Erektionsstörungen, Schmerzen im Becken oder Hoden, schmerzhafte oder verlängerte Erektion (Priapismus), Irritation oder Schwellung im Penisbereich
  • Phimose (Vorhautverengung)
  • Blutung, Entzündung oder Schwellung der Einstichstelle, Schwächegefühl, Juckreiz oder Schmerz an der Injektionsstelle
  • Blutdruckabfall, zu schneller Puls

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Schlaganfall
  • Durchblutungsstörung am Herzen

Was ist Alprostadil?

Alprostadil hilft Männern mit Erektionsstörungen, indem es die Blutgefäße im Penis erweitert und so eine Erektion fördert. Der Wirkstoff wird zur Behandlung verschiedener Ursachen für Erektionsprobleme eingesetzt, aber auch zur Unterstützung bei der Diagnose verwendet. Es findet keine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Alprostadil nicht anzuwenden, wenn Sie allergisch darauf reagieren, eine Penisprothese haben oder Ihnen Geschlechtsverkehr aus gesundheitlichen Gründen nicht empfohlen wird. Bei besonderen Erkrankungen oder Verformungen des Penis sowie bei bestimmten Blutkrankheiten ist besondere Vorsicht geboten. Informieren Sie Ihren Arzt immer über andere Medikamente, die Sie einnehmen, da Wechselwirkungen möglich sind. Während und nach der Anwendung können vorübergehend Blutdruckabfall oder Schwindel auftreten.

Wie ist Alprostadil einzunehmen?

Alprostadil wird direkt in den Schwellkörper des Penis injiziert. Die Dosierung wird vom Arzt individuell festgelegt und kann je nach Ursache der Erektionsstörung unterschiedlich sein. Die Anwendung erfolgt anfangs meist in der Praxis, nach Einweisung ist auch eine Selbstinjektion zu Hause möglich. Beachten Sie stets die ärztlichen Anweisungen, verwenden Sie niemals mehr als die empfohlene Menge und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn eine Erektion länger als 4 Stunden anhält.

Wie ist Alprostadil aufzubewahren?

Bewahren Sie Alprostadil immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf und verwenden Sie es nicht nach Ablauf des Verfalldatums. Für die Lagerung gibt es meist keine besonderen Vorschriften. Nach dem Auflösen sollten Sie die Lösung sofort verwenden und keinesfalls einfrieren. Entsorgen Sie gebrauchte Spritzen und Nadeln sorgsam und geben Sie das Arzneimittel niemals an andere weiter.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.