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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Agalsidase
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Agalsidase ist ein Wirkstoff, der bei Morbus Fabry eingesetzt wird, um fehlendes oder unzureichend wirksames Enzym im Körper zu ersetzen. Diese Enzymersatztherapie hilft dabei, schädliche Fettsubstanzen aus den Zellen zu entfernen und krankhafte Ablagerungen in Blutgefäßen zu reduzieren. Bekannte Fertigpräparate mit Agalsidase sind zum Beispiel FABRAZYME 35 mg und FABRAZYME 5 mg von Sanofi-Aventis. Wenn Sie auf der Suche nach Informationen zu den Nebenwirkungen von Agalsidase sind, finden Sie hier übersichtliche Antworten.

Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • Kältegefühl
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Kribbeln oder Brennen der Haut

Häufig

  • Brustschmerzen
  • Atemnot
  • Blässe
  • Juckreiz
  • Vermehrtes Tränen
  • Schwächegefühl
  • Ohrgeräusche (Pfeifen, Tinnitus)
  • Verstopfte Nase
  • Durchfall
  • Hautrötung
  • Muskelschmerzen
  • Hoher Blutdruck
  • Schwellung im Gesicht oder Hals
  • Geschwollene Arme oder Beine
  • Schwindel
  • Magenschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Schläfrigkeit
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Unterleibsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Hautausschlag
  • Langsamer Puls
  • Teilweise Bewusstlosigkeit
  • Husten
  • Bauchbeschwerden
  • Gelenkschmerzen
  • Niedriger Blutdruck
  • Brustbeschwerden
  • Schwellung im Gesicht
  • Atembeschwerden
  • Verspannte Muskeln
  • Müdigkeit
  • Rotes Gesicht
  • Allgemeine Schmerzen
  • Engegefühl im Hals
  • Benommenheit
  • Herzklopfen
  • Verminderte Schmerzempfindlichkeit
  • Brennendes Gefühl
  • Pfeifender Husten
  • Nesselsucht
  • Gliederschmerzen
  • Entzündungen im Nasen- und Rachenraum
  • Hitzewallungen
  • Hitzegefühl
  • Leicht erhöhte Körpertemperatur
  • Verminderte Empfindlichkeit im Mund
  • Steife Muskeln

Gelegentlich

  • Zittern
  • Gerötete Augen
  • Ohrenschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schnelles Atmen
  • Juckender Ausschlag
  • Schwankendes Wärme- oder Kälteempfinden
  • Schluckbeschwerden
  • Schmerzen oder Reaktionen an der Infusionsstelle
  • Juckende Augen
  • Geschwollene Ohren
  • Verkrampfte Bronchien (Atemnotanfälle)
  • Laufende oder verstopfte Nase
  • Sodbrennen
  • Hautprobleme
  • Muskelschmerzen
  • Schnupfen
  • Grippeähnliche Beschwerden
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Sehr langsamer Puls durch Herzrhythmusstörungen
  • Gesteigerte Schmerzempfindlichkeit
  • Enge Atemwege
  • Roter Hautausschlag
  • Fleckige oder violette Hautverfärbung
  • Kalte Hände oder Füße
  • Blutgerinnsel an der Injektionsstelle
  • Hautverfärbung
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Zu wenig Sauerstoff im Blut
  • Starke Entzündungen der Blutgefäße

Was ist Agalsidase?

Agalsidase ist ein Medikament zur Behandlung der seltenen Krankheit Morbus Fabry. Es ersetzt ein fehlendes Enzym im Körper, damit schädliche Fettsubstanzen abgebaut werden können. Die Therapie eignet sich für Erwachsene, Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren mit bestätigtem Morbus Fabry. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur Diagnose oder Anwendung haben.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Wenden Sie Agalsidase nicht an, wenn Sie dagegen allergisch sind oder einen der sonstigen Bestandteile nicht vertragen. Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen. Während der Behandlung können allergische Reaktionen oder Nebenwirkungen während der Infusion auftreten – melden Sie ungewöhnliche Beschwerden sofort. Besprechen Sie unbedingt die Anwendung bei Schwangerschaft und Stillzeit mit Ihrem Arzt.

Wie ist Agalsidase einzunehmen?

Agalsidase wird als Infusion direkt in eine Vene verabreicht. Die genaue Dosierung und den Ablauf legt Ihr Arzt fest, meistens erfolgt die Behandlung alle zwei Wochen. Die Therapie sollte nur von Ärzten mit Erfahrung in Morbus Fabry durchgeführt werden. Wenn Sie eine Infusion vergessen haben oder Fragen haben, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt.

Wie ist Agalsidase aufzubewahren?

Lagern Sie Agalsidase im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C und bewahren Sie das Arzneimittel unzugänglich für Kinder auf. Die zubereitete Lösung muss sofort verwendet oder kann im Kühlschrank bis zu 24 Stunden gelagert werden. Nutzen Sie Medikamente nicht über das angegebene Verfallsdatum hinaus und entsorgen Sie Reste fachgerecht – Ihr Apotheker hilft Ihnen dabei.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.