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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Aflibercept
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Aflibercept ist ein moderner Wirkstoff, der gezielt das Wachstum von Blutgefäßen bei Tumoren hemmt. Er wird vor allem bei fortgeschrittenen Darmtumoren eingesetzt, um das weitere Tumorwachstum zu stoppen oder zu verlangsamen. Präparate wie ZALTRAP enthalten Aflibercept und kommen in Kombination mit Chemotherapie zum Einsatz. Die Nebenwirkungen von Aflibercept sollten immer beachtet und regelmäßig mit ärztlicher Unterstützung überwacht werden.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Blutungen, zum Beispiel Nasenbluten oder im Darm
  • Hoher Blutdruck
  • Eiweiß im Urin
  • Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen (Infektionsrisiko)
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Veränderung der Stimme, etwa Heiserkeit
  • Atemprobleme
  • Wunden im Mund
  • Magenschmerzen
  • Taubheit oder Schwellung an Händen und Füßen
  • Müdigkeit oder Schwächegefühl
  • Gewichtsverlust
  • Leber- und Nierenwerte erhöht

Häufig

  • Blutgerinnsel in Arterien (z.B. Schlaganfall oder Herzinfarkt)
  • Blutgerinnsel in Venen (z.B. Lunge oder Beine)
  • Flüssigkeitsverlust durch starken Durchfall oder Erbrechen
  • Allergische Reaktionen (zum Beispiel Hautausschlag, Atemnot, Schwellungen)
  • Verbindungen oder Durchgänge innerhalb des Körpers (sogenannte Fisteln)
  • Harnwegsinfektion
  • Entzündung in Nase oder Rachen
  • Schmerzen in Mund oder Rachen
  • laufende Nase
  • Hämorrhoiden, Blutungen oder Schmerzen beim Stuhlgang
  • Zahnschmerzen
  • Hautverfärbungen

Gelegentlich

  • Knochenschädigung im Kiefer (lockere Zähne, Schmerzen, Schwellungen)
  • Löcher in der Darmwand (starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber)
  • Langsam heilende oder wieder aufbrechende Wunden
  • Herzschwäche (Atemnot bei Anstrengung, geschwollene Beine)
  • Nervenerkrankung mit Kopfschmerzen, Sehstörungen, Verwirrtheit oder Krampfanfällen
  • Zu viele Eiweiße im Urin, hohe Blutfettwerte und Schwellungen (nephrotisches Syndrom)
  • Blutgerinnsel in kleinsten Blutgefäßen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Erweiterung oder Einriss einer Gefäßwand (Aneurysma oder Dissektion)

Was ist Aflibercept?

Aflibercept ist ein Wirkstoff, der das Wachstum von Blutgefäßen bei Tumoren hemmt. Er hilft, das weitere Wachstum des Tumors zu stoppen oder zu verlangsamen und wird bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem Darmkrebs eingesetzt. Die Behandlung erfolgt immer in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten und unter ärztlicher Betreuung.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Wenden Sie Aflibercept nicht an, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder es ins Auge gelangen könnte. Sagen Sie dem Arzt, wenn Sie Blutungsprobleme, Zahnprobleme, hohen Blutdruck oder andere Herz- und Nierenerkrankungen haben. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie nehmen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis zu 3 Monate danach eine wirksame Verhütung anwenden.

Wie ist Aflibercept einzunehmen?

Aflibercept wird Ihnen als Infusion in eine Vene verabreicht, normalerweise alle 2 Wochen. Die genaue Dosis bestimmt der Arzt individuell nach Ihrem Körpergewicht. Die Behandlung erfolgt immer in Kombination mit Chemotherapie und so lange, wie sie wirkt und gut vertragen wird.

Wie ist Aflibercept aufzubewahren?

Bewahren Sie Aflibercept im Kühlschrank zwischen 2 und 8 °C auf und schützen Sie es vor Licht. Lassen Sie das Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern. Benutzen Sie es nicht nach Ablauf des Verfallsdatums und entsorgen Sie nicht mehr benötigte Reste fachgerecht über die Apotheke.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.